Konzeption

 

Liebe Eltern, liebe Leserinnen und Leser,

„Kinder sind unsere Zukunft“. 

Für die Gesamtentwicklung Ihres Kindes, insbesondere für die soziale Prägung, ist eine gute Kinderbetreuungseinrichtung von hoher Bedeutung.

Unsere einrichtungsspezifische Konzeption gibt Ihnen Orientierung und Einblick in unsere Krippen- Kindergarten- und Schulkindbetreuung. Sie  erhalten einen Überblick über die Rahmenbedingungen, die inhaltliche Gestaltung und das Miteinander in unserem Kinderhaus „Sternschnuppe“. Wir haben uns bemüht die Konzeption informativ und anschaulich zu gestalten und sehen sie als Begleiterin der Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern, Familie, außenstehenden Personen, Institutionen und Verbänden. Auch ermöglicht uns die schriftliche Fassung der Konzeption, die Ziele unserer Arbeit immer vor Augen zu haben. Unsere Konzeption ist nicht als etwas „Statisches“ anzusehen. Das heißt, sie bleibt offen für neue Ideen und Impulse, kann ergänzt und gegebenenfalls erweitert werden. Für Fragen und Anregungen steht das pädagogische Personal gern zur Verfügung.

Kinderhaus-Team            „Sternschnuppe“    

      

1. RAHMENBEDINGUNGEN DER EINRICHTUNG

1.1. VORSTELLUNG UNSERER EINRICHTUNG                                                                                                                        

AWO – Kinderhaus „Sternschnuppe“                         

Haldenweg 13                                                                                                                       

87439 Kempten

Telefon: 0831 5902580

Fax:  0831 5903401

E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.      

Homepage: http://www.awo-kita-kempten-halde.de

Leitung:         Frau Conny Männel

Kinderzahl:   62 Kinder         

- 12 Krippenkinder        

- 50 Kindergarten- und Schulkinder      

Einzugsgebiet: Stadtteil Halde und Wohngebiet Thingers, sowie Heiligkreuz

TRÄGER

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirksverband Schwaben e.V. ist Träger unseres Kinderhauses.

AWO Bezirksverband Schwaben e.V.  Sonnenstraße 10  86391 Stadtbergen

Tel.:  : 0821/43001-0 Fax:  : 0821/43001-10

E-Mail  : Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Homepage : www.awo-schwaben.de

ENTWICKLUNG ZUM KINDERHAUS

Unser Haus öffnete 1998 seine Türen für drei Hortgruppen. Damals wurden insgesamt 75 Schulkinder im Alter von 6 – 14 Jahren betreut. Im Jahr 2003 kam es zur Schließung einer Hortgruppe und zur Aufnahme von Kindergartenkindern in einer  festen Gruppe und somit der Wandel vom AWO – Kinderhort „Sternschnuppe“  zur AWO - Kindertagesstätte „Sternschnuppe“.

Durch den Rückgang der Anmeldungen von Hortkindern und die zunehmenden Anmeldungen von Krippenkindern im Jahr 2009 kam es zur dritten Veränderung. Unsere Einrichtung wurde im Juli / August 2010 mit Hilfe des Betreuungsfinanzierungsprogramms (2008 – 2013),  der Stadt Kempten und unserem Träger – die Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e.V.  umgebaut.

Seit September 2010 betreuen wir 12 Krippenkinder mit einem eigenem Wasch- Schlaf- und Spielraum und insgesamt 50 Kindergarten- und Schulkinder in Funktionsräumen.

Konzeptionell entwickelten wir uns von der AWO - Kindertagesstätte mit festen Gruppen zum AWO – Kinderhaus „Sternschnuppe“ mit Funktionsräumen für Kindergarten- und Schulkinder, wobei die Krippenkinder die Funktionsräume ebenfalls nutzen.

Im April 2013 trat das pädagogische Team als Verfassungsgebende Versammlung zusammen und verständigten sich auf die geltenden Partizipationsrechte der Kinder, welche in unserer Verfassung nachgelesen werden kann.

STAND UND LAGE

Unsere 1998 erbaute Einrichtung liegt naturgebunden im Stadtteil Halde und grenzt an das Wohngebiet Halde und Thingers an. Unweit unseres Kinderhauses befindet sich die Nordschule. In unmittelbarer Nähe ist die Bushaltestelle der Linie 1 und 5. Die Umgebung ist durch Naturerholungsgebiete (z.B. Schwabelsberger Weiher) für kurze Ausflüge geeignet und lädt zu Exkursionen und Spaziergängen ein. Auch befinden sich Einkaufsmöglichkeiten und verschiedene Institutionen in diesem Stadtgebiet.

ÖFFNUNGSZEITEN

Unsere Öffnungszeiten sind entsprechend den Buchungszeiten der Kinder ausgerichtet und werden bedarfsgerecht angepasst.

Mindestens acht Familien müssen für die Betreuung am Morgen von 06:45 Uhr bis 07:00 Uhr  und am späten Nachmittag  ab 16:30 Uhr eine Betreuung wünschen, damit wir das Kinderhaus überlang zu folgenden Zeiten öffnen:

 Montag – Freitag    6.45 – 17.30 Uhr

 Frühdienst:    06.45  –  08.00 Uhr 

 Spätdienst:    16.30  –  17.30 Uhr

 Die Dauer der täglichen Betreuung ist abhängig von der vereinbarten Zeit im gültigen Buchungsvertrag.                                                                                                                             

SCHLIESSZEITEN

Unsere Einrichtung schließt max. 30 Tage im Jahr. Die Eltern erhalten im September des laufenden Kinderhausjahres die Information über die festgelegten Schließtage. Damit unsere Eltern besser planen können geben wir Ihnen schon die Schließtage bis Dezember des darauffolgenden Jahres bekannt. Wir schließen grundsätzlich im August 2 Wochen und zwischen Weihnachten und Neujahr.

ANMELDUNG

1. Verfahren

Im AWO – Kinderhaus „Sternschnuppe“ haben Sie die Möglichkeit Ihr Kind das ganze Jahr über anzumelden. Haben Sie den Aufnahmewunsch, dann füllen Sie uns ein Vormerkblatt aus. Sind freie Plätze vorhanden, so nehmen wir die Kinder jeweils zum Ersten       desfolgenden Monates auf. Bereits am 1. März erfahren Sie, ob Sie spätestens zum September des Jahres einen Platz in unserer Einrichtung haben.

2. Kontaktaufnahme             Sie erreichen uns telefonisch unter Tel.: 0831-5905280

Gerne können sie auch unter folgender E-Mail mit uns Verbindung aufnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

3. Ansprechpartnerin

Bei Interesse vereinbaren Sie einen Termin mit der Kinderhausleitung Frau Männel. Bei diesem Besuch klären wir Ihre Fragen und informieren Sie über den Kinderhausalltag. Sie haben die Möglichkeit unsere Räumlichkeiten zu besichtigen und mehr über die Inhalte unserer pädagogischen Arbeit zu erfahren.

GEBÜHREN

Sie als Eltern müssen die Zeit, die Ihr Kind im Kinderhaus betreut werden soll, buchen. Unsere Kernzeit für Krippen- und Kindergartenkinder ist von 8.00 – 12.30 Uhr. Der Beitrag wird für 12 Monate erhoben. Urlaubs- und Krankheitszeiten bleiben dabei unberücksichtigt.

Monatliche Betreuungsgebühr nach Buchungszeit:

Stunden pro Tag         Kindergarten und Schulkinder            Krippenkinder

3-4                               82,00 €                                               119,00 €

4-5                               86,00 €                                               122,00 €

5-6                               90,00 €                                               125,00 €

6-7                               94,00 €                                               128,00 €

7-8                               98,00 €                                               131,00 €

8-9                              102,00 €                                              134,00 €

9-10                            106,00 €                                              137,00 €

zusätzlich im Monat:

> für Kindergarten- und Schulkinder :Spielgeld 3,50 € und Getränkegeld 2,50 €

 > für Krippenkinder: Spielgeld 3,50 € und Getränkegeld 3,00 €

FERIENBUCHUNG  FÜR SCHULKINDER

Sie als Eltern können Ihr Schulkind in den Schulferien laut unserer Öffnungszeit betreuen lassen. Die Anmeldung zur Ferienbetreuung erfolgt am Schuljahresanfang mit der Betreuungsbuchung. In unserem Kinderhaus bestimmen die Kinder über die Gestaltung der Ferienfreizeit, wobei die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter situationsorientiert und an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Aktionen anbieten.

Zusätzliche Ferienbetreuungskosten – einmal im Betreuungsjahr  

1- 15    Ferienbetreuungstage  > 25 €

16- 30    Ferienbetreuungstage  > 30 €

31- alle  Ferienbetreuungstage  > 35 €

MITTAGESSEN

Die Johanniter - Kempten liefert uns täglich das Mittagessen. Bei uns dürfen die Kindergarten – und Schulkinder entscheiden, wann sie in der Zeit von 11:15 – 13:00 Uhr ihre warme, gesunde und abwechslungsreiche Mahlzeit  einnehmen. Hierfür bilden wir drei Kleingruppen, wobei das pädagogische Personal die Anzahl der Kinder bestimmt. Sollte ein Kind eine Allergie oder Unverträglichkeit von Lebensmitteln haben oder kein Schweinefleisch essen dürfen, dann wird für dieses Kind eine extra Mahlzeit bestellt.

Unsere Krippenkinder essen gemeinsam im Bistrobereich des Krippenraumes. Für Krippenkinder, welche unsere Mahlzeiten auf Grund des Alters nicht einnehmen können, finden wir gemeinsam eine Lösung. 

Kinder, die nach 12.00 Uhr in unserer Einrichtung betreut noch werden, müssen am Mittagessen teilnehmen.

Kosten pro Mahlzeit:

 - Krippenkinder  > 2,90 €

 - Kindergartenkinder > 3,10 €  

- Schulkinder  > 3,30 €

BEZAHLUNG

Die Bezahlung erfolgt durch Einzugsermächtigung im Lastschriftverfahren. - die Betreuungsgebühr mit Spiel- und Getränkegeld werden im Voraus verlangt - die Bezahlung des Essensgeldes im Nachhinein abgebucht - die Gebühr für Ferienbuchungen (Schulkinder) wird im Monat Juli eingezogen

RÄUMLICHKEITEN

Unser Kinderhaus ist freizügig gestaltet und bietet auf zwei Ebenen für insgesamt 62 Kinder ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit. Durch hohe Fensterelemente ist unsere Einrichtung hell, freundlich und transparent strukturiert.

Vor dem Hintergrund der großen Altersspanne haben wir ein Raumkonzept entwickelt, das ein Gleichgewicht ermöglicht zwischen altersspezifischen Interessen und dem Wunsch nach Begegnung.

Die Räume in unserem Kinderhaus sollen den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Kinder brauchen eine Umgebung die Aufforderungscharakter besitzt, gezielte Angebote bietet und die Entwicklung unterstützt und begünstigt. Es ist uns deshalb wichtig, die Kinder bei der Planung und Gestaltung der Räume mit einzubeziehen. Unsere Räume werden sich immer wieder verändern, da sie sich den Lebenssituationen und den Wünschen der Kinder anpassen.

Das vielfältige Materialangebot ist für die Kinder gut sichtbar und jederzeit zugänglich. Wir wollen dadurch die Kreativität fördern, zum Spiel motivieren, die natürliche Neugier und den Forscherdrang der Kinder wecken.

Die Räume für Kindergarten- und Schulkinder sind nicht in kleine traditionelle Spielbereiche aufgeteilt, sondern in großzügige Funktionsräume und können frei genutzt werden. Unsere Krippenkinder haben einen eigenen Bereich mit einem Funktionsraum und einem separaten Wasch – und Schlafraum, dürfen aber auch die Funktionsräume begleitet nutzen.

Im Erdgeschoss finden Sie: Das Büro der Leiterin, den Personalraum, die Personaltoilette, ein Lagerraum, das Putzkämmerle, die Küche, die geschlechtsgetrennten Toiletten für Schulkinder, den Garderobenbereich für Krippen- und Schulkinder, den Wasch – Toilettenbereich für unsere Kindergartenkinder und folgende Funktionsräume:

Krippenbereich

die Begegnungshalle mit Elternecke

den Intensivraum/Musikzimmer  

den Rollenspielraum 

das Bistro

Im Untergeschoss finden Sie: Ein zweites Lager, den Heizungsraum, die Hausmeisterkammer, den Garderobenbereich für unsere Kindergartenkinder und folgende Funktionsräume: 

die Künstlerwerkstatt

den Bewegungsraum 

den Bauraum

den Forscherraum

den  Snoezelraum

die Bücherei und

den Ausgang zu unserem Garten.

KINDERSCHUTZ

Bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von uns betreuten Kindes oder Jugendlichen sind wir verpflichtet eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen. Für die Einschätzung steht uns eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend zur Verfügung. Die Eltern sowie das Kind oder der Jugendliche werden in die Gefährdungseinschätzung einbezogen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.Wir vermitteln ggf. Kontaktadressen oder knüpfen erste gemeinsame Kontakte bei Inanspruchnahme von Hilfen. Sollte die Gefährdung nicht anders abgewendet werden können, müssen wir das Jugendamt informieren. (nachlesbar in BayKiBiG Art. 9a)

Bei der Aufnahme in unser Kinderhaus müssen die Eltern eine Bestätigung der Teilnahme des Kindes an der letzten fälligen altersentsprechenden Früherkennungsuntersuchung vorlegen, welche schriftlich als Nachweis im Aufnahmevertrag festgehalten wird.

BESCHWERDEMÖGLICHKEIT

Unsere Eltern und unsere betreuten Kinder werden angehört, das heißt wir nehmen jede Form von Rückmeldungen, Wünschen, Anregungen oder Kritik ernst. Jede Form von Rückmeldung wird schriftlich festgehalten, im pädagogischen Team besprochen und ggf. eine Maßnahme vereinbart.

Eltern können jederzeit ihr Anliegen bei den pädagogischen MitarbeiterInnen oder direkt bei der der Leitung vortragen.

Unsere Elternvertreter nehmen ebenfalls Anliegen der Eltern entgegen und bringen diese dann bei der Leitung zu Wort. Im Eingangsbereich finden unsere Eltern eine Box, in der uns auch anonym Bitten, Absichten oder Ablehnungen mitgeteilt werden können.

Natürlich kann man es nicht immer jedem Recht machen, doch gemeinsam können wir eine Lösung für das Problem suchen.

Unsere Kinder können jeder Zeit Wünsche oder auch Kritik äußern. Unsere Kinderkonferenzen, aber auch der gemeinsame Morgenkreis am Montag bieten den Kindern die Möglichkeit frei ihre Meinung zu äußern.

Bei uns haben die Kinder das Recht, sich über das Verhalten von pädagogischen MitarbeiterInnen zu beschweren.

Das sich- Einmischen in eine z.B. Streitsituation zwischen Erwachsenen und Kind, ist für unsere pädagogischen MitarbeiterInnen erlaubt. Das pädagogische Personal agiert gegenseitig als „Sprachrohr“ für Kinder, welche eventuell falsch verstanden werden oder sich nicht äußern können. Gemeinsam suchen wir mit den Kindern nach Lösungen, falls es ein Punkt des Missmutes gibt.

2. PERSONAL

2.1. PÄDAGOGISCHES PERSONAL

Für die Bildung und Erziehung Ihres Kindes stehen in unserer Einrichtung  pädagogisch ausgebildete Fach- und Ergänzungskräfte zur Verfügung.

Unser Anstellungsschlüssel von 1:10,5  wird je nach Buchungssituation angepasst.

Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen befähigen die Mitarbeiter auf den aktuellen pädagogischen Stand zu bleiben, neue Kenntnisse zu erwerben und sich sowohl persönlich als auch fachlich weiter zu entwickeln.

UNSERE PÄDAGOGISCHE GRUNDHALTUNG

Wir unterstützen und begleiten die uns anvertrauten Kinder in dem wir:

- situationsorientiert und individuell Kind abhängig arbeiten

- dem Kind Wertschätzung entgegen bringen

- das Kind dort abholen, wo es im Entwicklungsstand steht

- wir offen und ehrlich sind - die freie Meinungsäußerung des Kindes ernst nehmen

- dem Kind Mitbestimmungs- und Anhörungsrecht geben

- liebevoll und konsequent im Umgang mit dem Kind sind

- die Sprache durch passende Mimik und Gestik unterstützen 

- wir Vorbild in unserem Tun sind

EINTEILUNG DES PÄDAGOGISCHEN PERSONALS

Die Betreuung der insgesamt 62 Kinder übernehmen pädagogisch ausgebildete staatlich anerkannte Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen.                                                        

In einem halbjährlichen Rhythmus wechselt auf Wunsch das pädagogische Personal ihren Aufgabenbereich, wobei in der Krippenbetreuung standhaft eine feste Erzieherin/Erzieher eingesetzt bleibt und durch zwei pädagogische MitarbeiterInnen unterstützt wird. Grundsätzlich arbeiten wir innerhalb des Hauses kooperativ und unterstützend zusammen.

KINDERZUORDNUNG

Unsere Kinder sind namentlich aufgeteilt in:

- „Sternchen“      – Krippenkinder

- „Sonnenkinder“ – jüngere und mittlere Kindergartenkinder

- „Mondkinder“ – Vorschulkinder

- „Planetenkinder“ – Schulkinder

2.2. BESPRECHUNGSPUNKTE DER PÄDAGOGISCHEN MITARBEITER

Das pädagogische Personal trägt dafür Sorge, dass die ihnen anvertrauten Kinder die Bildungs- und Erziehungsziele erreichen.

In regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen reflektieren wir unsere Arbeit. Wir besprechen die uns bekannten Wünsche der Kinder und achten bei der Planung auf die im Sternschnuppenrat festgehaltenen Beschlüsse.

Weitere Besprechungspunkte:

-Konzeptionsarbeit   

-Gesetze und Bestimmungen    

-Fallbesprechungen

-Aktionen                      

-Partizipation    

-Elternwünsche              

-Anregungen 

-Dienst- und Urlaubsplanung   

-Fortbildungen                 

-Raumgestaltung 

-Fachliteratur         

-Fachlicher Austausch

Jährlich im Juli oder August führen wir zwei Planungstage durch und evaluieren die Arbeit des vorhergehenden Jahres. 

Die ErzieherInnen und KinderpflerInnen gehen mit der ihnen übertragenen Verantwortung für jedes einzelne Kind sorgfältig und ernsthaft um.

Teamarbeit ist eine Vernetzungsarbeit, dabei suchen wir gemeinsam nach Lösungen und orientieren uns nach vorne.

2.3. HAUSPERSONAL

- eine Reinigungskraft (AWO – Service GmbH)

- eine Küchenkraft       (AWO – Service GmbH)

- einen Hausmeister 

3. ZIELE DES AWO BEZIRKSVERBANDS SCHWABEN 

3.1. UNSER LEITBILD

Aus der Arbeitnehmerbewegung kommend, verankert die AWO Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz, Gleichheit und Solidarität zu ihren Zielsetzungen im Umgang mit Menschen.

Die frühen Jahre sind von großer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Wir sind ein Ort des Lernens, des Erlebens und der Auseinandersetzung in Geborgenheit. Der Mensch steht mit all seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Mittelpunkt. Kinder sind Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Grundrechten, Ansprüchen und Bedürfnissen. Aus Überzeugung setzt die AWO Schwaben auf Mitbestimmung und soziale Mitverantwortung. Das alltägliche Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft ist unser Beitrag zu Toleranz und Frieden. Die AWO Schwaben bestimmt ihr Handeln durch die Werte und Ziele ihres Verbandes, indem sie demokratisches und soziales Denken und Handeln fördert.

Das heißt:

1.      Sie praktiziert Solidarität und stärkt die Verantwortung der Menschen für die Gemeinschaft.

2.      Toleranz bedeutet Respekt vor den unterschiedlichen Weltanschauungen,  Religionen und Nationalitäten.

3.       Freiheit ist die Freiheit eines jeden, auch die des Andersdenkenden.

4.       Gerechtigkeit heißt, sich für eine soziale gerechte Gesellschaft einzusetzen.

5.        Gleichheit ist durch die allen Menschen gemeinsame Würde begründet

 

4. BESONDERHEITEN UNSERER EINRICHTUNG

4.1. WAS ZEICHNET UNS AUS?

Unser Kinderhauskonzept bietet durch die gemeinsame Betreuung von Krippen-Kindergarten- und Schulkindern ein anregendes Umfeld und vielfältige Möglichkeiten z.B. für altersübergreifendes soziales Lernen. Es wird den Kindern ermöglicht, über Jahre hinweg kontinuierliche Beziehungen aufzubauen. Der Tagesablauf und die damit verbundenen pädagogischen Angebote sind dabei auf die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Kinder abgestimmt und werden von ihnen aktiv mitgestaltet.

Die Kinder dürfen sich im ganzen Haus frei bewegen und müssen sich nicht mehr an einen Gruppenraum gebunden fühlen. Unsere Krippenkinder, welche im September in den Kindergarten wechseln, haben die Möglichkeit ihren geschützten Bereich zu verlassen und die Funktionsräume zu erleben. Jüngere Krippenkinder nutzen unsere Funktionsräume nur unter zusätzlicher pädagogischere Betreuung. Der Tagesablauf enthält Strukturen, wie z.B. den Früh – und Spätdienst, den verpflichteten Morgenkreis am Montag und dem gemeinsamen Spaziergang, die Essenszeiten am Vormittag, zum Mittag und am Nachmittag oder die gemeinsame Geburtstagsfeier. Gruppenzugehörigkeit erfahren die Kinder durch die stattfinden Klein-und Großgruppen im Tagesablauf. 

VERFASSUNG

Vom 2. – 4. April 2013 trat im AWO Kinderhaus Sternschnuppe in Kempten das pädagogische Team als Verfassungsgebende Versammlung zusammen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verständigten sich auf die ab September 2014 in der Einrichtung geltenden Partizipationsrechte der Kinder.

Die Beteiligung an allen sie betreffenden Entscheidungen und ein respektvoller Umgang mit ihren Interessen und Bedürfnissen werden damit als Grundrechte der Kinder anerkannt. Die pädagogische Arbeit wird an diesen Grundrechten ausgerichtet.

Gleichzeitig ist die Beteiligung der Kinder eine notwendige Voraussetzung für gelingende (Selbst-) Bildungsprozesse und die Entwicklung demokratischen Denkens und Handelns.

Die Inhalte unserer Verfassung finden alle Interessierte im Anhang dieser Konzeption oder auf unserer Homepage http://www.awo-kita-kempten-halde.de als Extrapunkt aufgeführt.

ZERTIFIZIERUNG

Unser Kinderhaus ist offiziell ein "Haus der kleinen Forscher". Mit viel Engagement begleiten wir die Kinder durch ihre Entdeckungsreise durch den Alltag. Einen fest eingerichteten Experimentierbereich im Forscherraum lässt die Kinder zu bestimmten Themen spannende, interessante Phänomene entdecken z.B. "So halte ich meinen Körper gesund", "Luft sichtbar machen". Die Zertifizierung ist für die Dauer von zwei Jahren gültig, wobei wir sie aufgrund unserer Dokumentationen nach Ablauf neu beantragen werden.

ÜBERGANG VON KINDERN UNTER DREI JAHREN (U3) UND  KINDERGARTENKINDEN AUS DEM  ELTERNHAUS

Wir nehmen zwölf Kinder im Alter ab 10 Monaten bis drei Jahren in unsere Kinderkrippe auf. Kindergartenkinder ab drei Jahren, welche unsere Krippe nicht besucht haben und Krippenkinder, werden wie folgt in unser Kinderhaus eingewöhnt:

Es ist Grundbedingung für die Aufnahme, dass die Erziehungsberechtigten oder eine vertraute Person das Kind in den ersten Tagen bei der Eingewöhnung begleitet.

Die Trennung von den Eltern wird schrittweise und behutsam durchgeführt. Gemeinsam besprechen wir den Tag und die Vorgehensweise und achten auf die Signale des Kindes.

Die Dauer der Eingewöhnungsphase ist abhängig vom Kind und seinen Bedürfnissen. Hauseigenes Eingewöhnungskonzept Auf Grund unserer Erfahrungen haben wir ein eigenes Konzept für die Eingewöhnungszeit entwickelt.

„Schnupperwochen“ Wir bieten allen neuen Kindern zwei Monate vor Aufnahme die Möglichkeit des „Schnupperns“. Einmal in der Woche kann das Kind mit seinen Eltern zum Spielen in unser Kinderhaus kommen. Das Kind und die Eltern können somit das Miteinander in unserem Kinderhaus erleben, uns kennenlernen und erstes Vertrauen aufbauen.

Grundphase ab Aufnahmetag Das Kind hält sich mit einem Elternteil im Kinderhaus solange auf, wie es das Kind möchte und schafft, jedoch nie länger als die tatsächliche Buchungszeit. Der Schwerpunkt liegt in diesen Tagen in der Spielsituation. Die Eltern verhalten sich gegenüber dem Kind zurückhaltend, d.h. die Eltern akzeptieren, wenn das Kind die Nähe zum Elternteil sucht.

Sollten wir mehrere Krippenkinder zur gleichen Zeit eingewöhnen, dann staffeln wir die Zeiten in Absprache mit allen beteiligten Eltern.

Eingewöhnungskinder in der Krippe bleiben in der Eingewöhnungszeit nur im Funktionsraum Krippe und werden auch nur in diesen Bereich eingewöhnt.

Eingewöhnungskinder im Kindergarten gehen während der Eingewöhnungszeit nicht in den geschützten Funktionsbereich der Krippe.

Trennungsversuch Individuell, situationsabhängig und nach Absprache findet der erste Trennungsversuch gezielt statt. Abhängig von der Reaktion des Kindes auf die Trennung, erfolgt die Entscheidung über die weitere Vorgehensweise der Eingewöhnungsphase. Zeigt das Kind deutlich Kummer und lässt es sich nicht trösten durch den/die  Erzieher_in, wird die Trennung abgebrochen und das Elternteil bleibt weiterhin in der Nähe des Kindes ohne erneuten Trennungsversuch. Wenn das Kind auf die Trennung kaum reagiert hat, seine Spieltätigkeit fortsetzt und sich bei erstem Kummer von dem/der Erzieher_in trösten lässt, dann bleibt das Elternteil zwar im Kinderhaus, aber nicht in der Nähe des Kindes. Für unsere wartenden Eltern haben wir eine Elternecke eingerichtet, wo wir sie bei Bedarf jederzeit wieder zum Kind holen können.

Stabilisierungsphase Die Eltern übergeben dem/der Erzieher_in das Kind im Krippen oder Kindergartenbereich und warten in der Elternecke. Der/die Erzieher_in übernimmt zunehmend die Pflegeaktivitäten für das Krippenkind. Bei einer gebuchten Betreuungszeit nach 12:00 Uhr wird das Krippenkind zum ersten Schlafen im Kinderhaus von dem/der Bezugserzieher_in begleitet und kann die Funktionen der sicheren Basis übernehmen. Das Kindergartenkind bekommt das Vertrauen von uns geschenkt und darf in dieser Phase schon selbständig die Funktionsräume wechseln.

Schlussphase Die Eltern halten sich nicht mehr gemeinsam mit ihrem Kind im Kinderhaus auf, sind aber jederzeit erreichbar, falls die Tragfähigkeit der Beziehung zur Erzieherin/zum Erzieher nicht ausreicht.

ÜBERGANG VON KRIPPENKINDERN IN DEN KINDERGARTEN

Der Übergang von der Krippe in den Kindergarten wird vom gesamten pädagogischem Personal gestaltet und begleitet. Durch den täglichen ungezwungenen Kontakt aller Mitwirkenden werden unsere Jüngsten behutsam und jedes Kind in seinem eigenen Tempo auf den Übergang vorbereitet.

Die Kinder entscheiden selbst wann sie bereit sind die Funktionsräume des Kindergarten- und Hortbereichs zu erobern. Der Funktionsraum Krippe dient den Jüngsten als Rückzugsmöglichkeit. Krippenkinder, insbesondere Übergangskinder können jederzeit wieder zurück in den für sie vertrauten Raum.

Unsere großen Krippenkinder, d.h. die Kinder, die nach dem Kinderhausjahr in den Kindergarten wechseln, dürfen vormittags und nachmittags  den geschützten Krippenbereich auch ohne die ständige Begleitung durch den/die Krippenerieher_in verlassen, um in den Funktionsräumen der Kindergarten – und Hortkinder zu spielen.

Gemeinsame Ausflüge, Feste und Aktivitäten unterstützen das näher kennenlernen zusätzlich. Spätestens vier Monate vor Übertritt in den Kindergarten nehmen die Kinder  zeitweise schon aktiv am Kindergartenalltag teil.

Kinder, welche nicht aus eigenem Antrieb heraus den Kindergartenbereich erobern, werden von dem/der Bezugserzieher_in begleitet und an das Miteinander im Kindergarten gewöhnt.

ÜBERGANG VON KINDERGARTENKINDERN IN DIE SCHÜLERBETREUUNG

Unsere Vorschulkinder wechseln ohne eine Eingewöhnungszeit in die Schülerbetreuung, da sie unser Haus, die Erzieherinnen/Erzieher und Kinder bereits kennen. Wir geben unseren Vorschulkindern, welche nach der Kindergartenzeit in unsere Schülerbetreuung wechseln die Möglichkeit von Schnuppernachmittagen in der Hausaufgabenbetreuung. Hier dürfen Sie gemeinsam mit Schulkindern ab dem Monat Juli „Hausaufgaben" erledigen.

ÜBERGANG VON KINDERGARTENKINDERN IN DIE SCHULE

Damit sich die Vorschulkinder vor Eintritt in die Schule leichter vom Kindergarten lösen und die Nordschule kennen lernen, werden wir z.B.: - an besonderen Aktionen der Schule teilnehmen - einen Schnupperunterricht in der Schule besuchen - auf Wunsch der Kinder ein Übernachtungsfest durchführen - die Verabschiedung vom Kindergarten mit dem Abschlussfest „Rausschmiss“ verbinden

Für Kinder, welche in eine andere Schule eingeschult werden, stellen wir auf Wunsch den Erstkontakt her.

ÜBERGANG VON ELTERNHAUS IN UNSERE SCHÜLERBETREUUNG

Die Schulkinder, welche uns nicht kennen, erhalten die Möglichkeit unser Kinderhaus, die Erzieherinnen/Erzieher und Kinder kennen zu lernen. Die Eltern begleiten ihr Schulkind bei diesem Schnuppernachmittag. Auf Wunsch und Kind -abhängig vergeben wir auch weitere Schnuppertermine.

VORSCHULARBEIT

Viele Fähigkeiten, die ein Kind für das schulische Lernen braucht, werden nicht erst im Alter von fünf Jahren erworben, deshalb gilt bei uns:

-   Die Vorbereitung auf die Schule beginnt schon mit dem Eintritt in unser   Kinderhaus.

-   Da Kind lernt auch ohne den Einsatz von Lernprogrammen.

-   Lernen geschieht ganz nebenbei, unbewusst und vorwiegend im Alltag.

-   Die Kinder finden vielfältige Angebote und Möglichkeiten in den Funktionsräumen, wo sie im eigenen Tempo Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten  erwerben können.

-  Durch das Mitspracherecht gestalten die Kinder die Bildungsarbeit aktiv mit.

WARME MITTAGSMAHLZEIT

Die Johanniter – Kempten liefert uns täglich das Mittagessen. Wir berücksichtigen bei der Speisenbestellung: - das moslemische Kinder kein Schweinefleisch essen - Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten - eine abwechslungsreiche und gesunde Auswahl

Alle Buchungszeiten die nach 12.00 Uhr enden, sind mit einer Teilnahme am Mittagessen verbunden. Die Kinder bedienen sich selbst und entscheiden dabei, wie viel und was sie essen möchten.

FERIENBETREUUNG  FÜR UNSERE SCHULKINDER

In unserem Kinderhaus bestimmen die Kinder über die Gestaltung der Ferienfreizeit, wobei die pädagogischen MitarbeiterInnen situationsorientiert und an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Aktionen anbieten.

MORGENKREIS

Mit dem gemeinsamen Morgenkreis am Montag starten alle Krippen- und Kindergartenkinder in die neue Woche. Dieser beinhaltet die Begrüßung, das Vorstellen der zusätzlichen Angebote in den Funktionsräumen, das benennen wichtiger Wochentermine/Höhepunkte und die Verteilung der freiwilligen Ämterübernahme. Er wird von den pädagogischen MitarbeiterInnen abwechslungsreich gestaltet und regt die Kinder zum aktiven Mitmachen an.

GEBURTSTAGSFEIER

In der Begegnungshalle werden monatlich unsere Geburtstagskinder per Foto ausgehängt. Wir feiern den Geburtstag Ihres Kindes in der Gemeinschaft und mit einem immer gleich bleibenden Ritual:

Kindergartenkinder - Besuch des Zauberers Krippenkinder - Bewegungsspiel "Kräht der Hahn früh am Morgen" Schulkinder  - Wünschekreis

Wir verzichten bewusst auf das Kuchenessen, um die Eltern finanziell zu entlasten und da es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist mit allen Kindern unseres Kinderhauses gleichzeitig zu essen.

ZUSÄTZLICHE ANGEBOTE

Bei unserer täglichen Arbeit nutzen wir in Absprache mit den Kindern:

-    kulturelle Angebote rund um Kempten

-    anderweitig angebotene Freizeitmöglichkeiten

-    Veranstalter, welche ins Haus kommen

-    Wandertage

-    Familientage

-    Feste rund um den Jahreskreis

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND  SOWIE FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG

Sprache & Integration Unser Kinderhaus ist vom Bundesministerium im Jahr 2011 ausgewählt worden, am Projekt die Offensive "Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration, welches bis zum Dezember  2019 durchgeführt wird, teilzunehmen. Aufgrund der Förderung konnten wir eine zusätzliche Fachkraft einstellen, welche sich speziell mit Angeboten zur Sprachförderung beschäftigt.

Unsere Fachkraft für Sprache & Intergration ist verantwortlich für: -Sprachförderung von einzelnen Kindern und Gruppen -Beobachtung und Dokumentation der sprachlichen Entwicklung der Kinder -Beratung und Begleitung des Kita-Teams zum Thema Sprachförderung -Zusammenarbeit mit den Eltern

Jedes Krippen- und Kindergartenkind wird mit Eintritt in unsere Einrichtung in seiner sprachlichen Entwicklung begleitet und unterstützt, denn die Sprache ist der Schlüssel für die weitere Entwicklung des Kindes. (entnommen aus Flyer Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration)

Hortkinder sind bei diesem Projekt leider nicht berücksichtigt, doch Sprachförderung ist für uns kein Zusatzangebot, sondern findet im Alltag statt, auch für unsere Schulkinder. Wir haben ein hauseigenes Sprachkonzept, welches im Anhang oder auf unserer Homepage http://www.awo-kita-kempten-halde.de nachgelesen werden kann.

WÜRZBURGER TRAININGSPROGRAMM                                                                                                                                                

Zehn Monate vor Einschulung findet, mit Einverständnis der Eltern, ein Testverfahren zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (Bielefelder Screening-Test) statt. Vorschulkinder, welche laut Test Unterstützung benötigen, nehmen am  Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache teil. Es erstreckt sich auf insgesamt 20 Wochen mit täglich ca. 10- minütigen Hör-Sprachspielen zur Förderung der phonologischen Bewusstheit. Am Ende des Vorschuljahres findet ein Nachtest statt, welcher ebenfalls mit den Eltern besprochen wird.

VORKURSDEUTSCH                                                                                                                                                                          

  Bei dem Vorkurs Deutsch handelt es sich um ein Sprachförderprogramm für Kinder mit Migrationshintergrund, welches in enger Kooperation von Kindergarten und Schule in unserem Kinderhaus ausgeführt wird. Das Vorkursangebot beginnt bereits ab Januar des vorletzten Kindergartenjahres. Ab dem letzten Jahr vor der Einschulung führen wir gemeinsam mit der Nordschule den Vorkurs Deutsch fort. Unsere Einrichtung übernimmt zwei Schulstunden und die Grundschullehrer beteiligen sich mit drei Schulstunden pro Woche.

HAUSEIGENE BÜCHEREI

In unserer Bücherei stehen Kindern und Eltern Bücher zu verschiedensten Themenbereichen, wie  z.B. Märchen, Fabeln, Geschichten, Lexika, Religion, Klassiker, Jahreszeiten, Meditation u.v.m., zur Verfügung. Die Kinder dürfen jederzeit sich ein Buch herausnehmen und anschauen oder lesen. Im Tagesablauf lesen die pädagogischen MitarbeiterInnen den Kindern auf Wunsch gern Bücher vor und unterhalten sich mit Ihnen über deren Inhalt. Zweimal in der Woche besucht uns für zwei Stunden unsere ehrenamtliche „Leseomi“. In der Mittagszeit liest sie allen Interessierten Kindergarten- und Schulkindern eine Geschichte vor.

HAUSAUFGABENBETREUUNG

Von Montag bis Donnerstag, in der Zeit von 13.45 – 15.45 Uhr, betreut eine pädagogische Fachkraft unsere Schulkinder bei der sorgfältigen Erledigung der Hausaufgaben. Wenn es uns personell möglich ist unterstützt eine zweite pädagogische Fachkraft die Schulkinder bei den täglichen Lernaufgaben. Ziel ist es, das die Kinder lernen, wie man Hausaufgaben bestmöglich erledigt. Wir unterstützen die Kinder mit Hilfe von schriftlichen Zielvereinbarungen,  dass sie zunehmend selbständiger werden und auf Richtigkeit achten. Möchte das Schulkind sich gleich nach der Schule mit seinen Hausaufgaben beschäftigen, dann darf es das selbständig tun. Das Schulkind darf entscheiden, ob es am Tisch arbeitet oder sich locker auf den Boden legen oder setzen möchte. Die Kontrolle der erledigten Hausaufgaben findet in der betreuten Hausaufgabenzeit statt. Kinder, welche mit den Hausaufgaben fertig sind, dürfen unsere Funktionsräume nutzen und spielen.

Alle Schulkinder haben die Möglichkeit selbständig für bevorstehende Schulaufgaben zu lernen. Hierfür dürfen sie mit Absprache Funktionsräume nutzen, die zu dieser Zeit nicht besetzt sind.

SITUATIONSORIENTIERT AN DEN BEDÜRFNISSEN DER KINDER ORIENTIERTE AKTIONEN UND ANGEBOTE

Durch intensiven Kontakt mit den Kindern erfahren wir, mit was sich die Kinder derzeit beschäftigen und greifen diese Themen auf. Daraus ergeben sich gezielte pädagogische Zusatzangebote, Projekte oder spezielle Funktionsraumangebote. Je nach Interesse haben die Kinder die Möglichkeit daran teilzunehmen und wir räumen ihnen das Recht ein über die Gestaltung zu entscheiden. Die Eltern informieren wir per wöchentlichen Rückblick mit Foto und kurzem Text in der Begegnungshalle über eine Ordnermappe.

TÄGLICHER AUFENTHALT IM FREIEN

Täglich, bei jedem zumutbaren Wetter, ist unser Garten am Vormittag und Nachmittag für das Spielen im Freien geöffnet. Den Kindern stehen hierbei verschiedenen Spielmöglichkeiten, z.B.  Fahrzeug fahren, Sandkasten, Schaukel u.v.m. zur Verfügung.

BEZUGSERZIEHERIN/ BEZUGERZIEHER

Jedes Kind entscheidet sich selbst für ein/eine Bezugserzieher_in. Hier entscheidet meist die Sympathie. Das Kind kann aber auch im Laufe der Zeit  sein/seine Bezugserzieher_in wechseln. Dieser/diese ausgewählte Erzieher_in oder Kinderpfleger_in ist eine Vertrauensperson für das Kind und begleitet es im Alltag. Der/die Erzieher_in oder Kinderpfleger_in ist erster Ansprechpartner für unsere Eltern und knüpft Kontakte mit dem Kind zu anderen pädagogischen Mitarbeiter_innen.

BERATUNGS- UND ENTWICKLUNGSGESPRÄCHE

Einmal im Jahr führt eine pädagogische MitarbeiterIn ein Entwicklungsgespräch über das Kind mit den Eltern. In diesem Gespräch zeigen wir den Eltern an Hand von Entwicklungskurven, wie der derzeitige Entwicklungsstand des Kindes in unserem Kinderhaus wahrgenommen wird. Wir werden in diesem Gespräch, welches ca. 45 Minuten Zeit in Anspruch nimmt, eine gemeinsame auf das Kind abgestimmte Zielvereinbarung schriftlich festhalten und in unsere tägliche Arbeit mit dem Kind berücksichtigen. 

Die Beobachtungsbögen SIMIK, SELDAK und PERIK kommen bei uns zum Einsatz, sind vertraulich und werden nicht ohne schriftliche Genehmigung weitergegeben.

Für Kinder, welche neu in unser Kinderhaus sind, führt eine vorher festgelegte pädagogische MitarbeiterIn, nach Abschluss der Eingewöhnungsphasen, ein Eingewöhnungsgespräch mit den Eltern durch. Hier besprechen wir das Erlebte und setzen gemeinsam mit den Eltern Ziele für die weitere Arbeit mit dem Kind.

Nach Bedarf führen wir Beratungsgespräche durch, wobei wir uns auch Unterstützung von entsprechenden Institutionen holen können.

KOOPERATION MIT DER GRUNDSCHULE

Mit der Nordschule verbindet uns eine enge Zusammenarbeit. Gerne laden wir Schüler der Nordschule zum Besuch unseres Kinderhauses ein, z.B. zur Vorlesestunde, Teilnahme an der Lernwerkstatt, spielen in unseren Funktionsräumen,... Nach Absprache mit der Schule nutzen wir deren Räumlichkeiten, z.B. Kletterhalle, Sportplatz, Turnhalle,... Mit Genehmigung der Eltern stehen wir mit den Lehrkräften im Austausch bezüglich unserer Schulkinder.  

PORTFOLIO

Die pädagogischen MitarbeiterInnen beobachten die Kinder und führen Dokumentationen über Entwicklungsfortschritte. Jedes Kind entscheidet selbst wie es das "Ich-Buch" füllt und führt. Krippenkinder benötigen mehr Unterstützung durch die pädagogischen MitarbeiterInnen, sodass Einträge auch teilweise von ihnen vorgenommen werden. Dieser Ordner ist das persönliche Eigentum des Kindes und darf nur mit Erlaubnis von ihm/ihr gesichtet werden. Für Eltern besteht in Absprache mit dem Kind die Möglichkeit das „Ich-Buch“ mit nach Hause zu nehmen. Alle Kinder bekommen beim Austritt aus unserer Einrichtung ihr persönliches „Ich – Buch“ als Erinnerung an die Kinderhauszeit mit nach Hause.

ANONYME  ELTERNUMFRAGE

Wir legen Wert auf partnerschaftliche Zusammenarbeit und wollen uns an der aktuellen Situation und den familiären Bedürfnissen orientieren. Wir möchten unsere Arbeit laufend verbessern und uns weiterentwickeln. Aus diesem Grund führen wir Umfragen durch, in der die Eltern ihre Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse äußern und mögliche Kritik offen anbringen können.

AUSBILDUNGSSTÄTTE

Wir begleiten die Auszubildenden zum Beruf des Erziehers/ der Erzieherin oder des Kinderpflegers/ der Kinderpflegerin  und geben ihnen die Möglichkeit die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen. Eine pädagogische Fachkraft übernimmt die Mentorentätigkeit. Sie beobachtet, überwacht und reflektiert die Arbeit der Praktikanten.

WERTEVERMITTLUNG

In unserem Alltag spielt die Vermittlung von Werten eine besondere Rolle. Werte sind nicht angeboren, entstehen nicht von allein und können nicht durch Belehrungen „anerzogen“ werden. Kinder lernen voneinander, durch unser Vorleben und durch unsere Feinfühligkeit. In unserer Gemeinschaft finden die Kinder eine anregende Lernumgebung in dem gesagt wird: „Du bist in Ordnung, so wie du bist“. Jedes Kind darf durch sein positives wie negatives Verhalten Erfahrungen sammeln, sich selbst kennen lernen, Neigungen und Interessen erfahren und wahrnehmen, wie es auf seine Mitmenschen wirkt. Wir unterstützen die Kinder und bieten die Basis für wertorientiertes und angebrachtes Handeln.

5. ZIELE UND FORMEN UNSERER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT

5.1. KINDER HABEN EIN RECHT AUF BILDUNG

Dieses Recht wird nicht erst mit Schuleintritt wirksam, denn Kinder lernen bereits von Geburt an. Mit der Herausgabe des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) erhält der Elementarbereich (Tageseinrichtung bis zur Einschulung) erstmals die Würdigung und Anerkennung, die dem Wert frühkindlicher Bildung und hochwertiger pädagogischer Arbeit gerecht werden.

Bei unserer täglichen Arbeit richten wir uns nach der Rahmenkonzeption der Arbeiterwohlfahrt Schwaben e.V., dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und nach dem Auftrag des Hortes (Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen vom 22. September 2003).

Die rechtlichen Grundlagen unserer Arbeit sind verankert im Bayrischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG), im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG), sowie im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII.

5.2. KINDGERECHTE BETREUUNG / FÜRSORGE

Unser Bild vom Kind

Kinder wollen,

- ein Lebensbereich, wo sie willkommen sind

- Grundbedürfnisse erfüllt haben

- Bestätigung und Wohlergehen erfahren

- Anerkennung und Wertschätzung

- Aufmerksamkeit, Beachtung und Zuwendung spüren

- die Welt entdecken und verstehen

- Impulse bekommen

- sich ausdrücken

- mit anderen Menschen Kontakte knüpfen

- selbst mitbestimmen

- regelmäßige Abläufe

- Erklärungen

Kinder brauchen Menschen,

- die zuhören und hinschauen

- die Zeit schenken

- die freundlich, fröhlich, verlässlich und liebevoll sind

- die ermutigen - die vertraut sind

- die mit ihnen spielen, lachen und reden

- die sie ernst nehmen und verstehen

- die flexibel sind

- die ihnen Vertrauen schenken

- die ihnen Erklärungen geben

- die ihnen altersentsprechende Freiräume geben

Kinder brauchen eine Umgebung,

- die ihnen vertraut ist

- die Sicherheit bietet

- die übersichtlich und geordnet ist

- die ihnen Raum und Zeit lässt

- die zur Aktivität und Ruhe einlädt

- die zur Selbstständigkeit anregt

- die altersspezifisches Material bietet

- die veränderbar ist

brauchen uns Pädagogen als Wegbegleiter,

- wir begegnen den Kindern mit Sorgfalt und Rücksicht

- wir sehen in dem Spiel das Lernen und in Angeboten die Ganzheitlichkeit

- wir lassen sie ihre Fähigkeiten erproben

- wir sind Bezugsperson

- wir unterstützen sie selbst Lösungen zu finden

- wir nehmen uns Zeit für Kinder und geben Kindern Zeit

Uns kommt es auf die Herausbildung gemeinschaftlicher Beziehungen an. Jedes Kind soll sich in unserem Kinderhaus wohl und geborgen fühlen, Zuneigung und Anerkennung erfahren. Es ist uns wichtig, dass jedes Kind seinen geistigen und körperlichen Kräften entsprechend unterstützt wird, wobei wir die individuellen Interessen und Neigungen berücksichtigen. Die pädagogische Fachkraft sorgt für ausreichend körperliche Bewegung und sichert den täglichen Aufenthalt im Freien. Festgelegte Zeiträume bieten den Kindern Struktur und Orientierung im Tagesablauf.

Die Erstversorgung bei Verletzung und Krankheit - Sorge um Sicherheit und Pflege, sowie die Sicherung der Grundbedürfnisse sind eine Selbstverständlichkeit.

5.3. INTEGRATION

Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen Kinder mit Entwicklungsrisiken, (drohender) Behinderung oder Hochbegabung. Ziel ist es, neben der Zusammenführung in die Gemeinschaft, diese Kinder in ihrer Entwicklung zu beobachten, entsprechend zu unterstützen und bei Bedarf, in Zusammenarbeit mit den Eltern, Beratung und Unterstützung von Fachdiensten in Anspruch zu nehmen.

5.4. INTERKULTURELLE  ERZIEHUNG

In unserer Einrichtung praktizieren wir das Zusammenleben von Kindern und Eltern deutscher und nichtdeutscher Herkunft. Gemeinsam lernen wir voneinander. Durch unser intensives aufgeschlossenes Nachfragen lernen wir und die Kinder andere Lebensformen kennen. Das Vorlesen von Bilderbüchern in verschiedenen Sprachen (durch die Eltern) ist eine Möglichkeit der jeweiligen Muttersprache des Kindes Aufmerksamkeit zu schenken. Wir beziehen andere Kulturen in den Alltag oder bei Festen mit ein. Auf Grund unserer aufgeschlossenen Haltung lernt das Kind ein selbstverständliches Miteinander. Für unterschiedliche Formen von Diskriminierung sind wir sensibel. Dem wirken wir z.B. mit einem Familien- Kennenlerntag, gemeinsamen Ausflügen, Aktionen und Höhepunkten entgegen.

5.5. GESCHLECHTSBEWUSSTE ERZIEHUNG

Grundsätzlich sind Mädchen und Jungs in unserer Einrichtung gleichwertig und gleichberechtigt. Jedes Kind egal ob Junge oder Mädchen erhält von uns gleiche Lern- und Entwicklungschancen, denn wir teilen den Kindern nicht die "Rolle" zu.

Wir bieten verschiedene Spielbereiche für beide Geschlechter an, z.B. Bauraum, Puppenecke, wobei bei typisch Mädchen auch ein Junge und bei typisch Junge auch ein Mädchen teilnehmen kann. Selbstverständlich achten wir darauf, dass es nicht zu eventuellen Ausgrenzungen der Kinder untereinander kommt.

6. PÄDAGOGISCHE ARBEIT

6.1.THEMENBEZOGENE BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSZIELE

Innerhalb informeller und non- formaler Lernformen setzen wir unsere konzeptionellen Ziele im pädagogischen Alltag um.

UNSERE KINDER Die Kinder unterscheiden sich durch ihre Persönlichkeit, verschiedenen Kulturen, unterschiedlichem Entwicklungstempo und einer großen Altersspanne. Durch Motivation gelingt es unseren Kindern Interesse an ihrer Umwelt und Lerneifer zu zeigen. Mit pädagogischer Unterstützung stellen die Kinder Fragen, werden erfinderisch und sind aus eigenem Antrieb heraus aktiv. Unsere anvertrauten Kinder zeichnen sich durch ihre Offenheit gegenüber Anderen, ihrer Hilfsbereitschaft, ihrer Selbständigkeit und ihr kreatives Spiel aus. Die Kinder sind in der Lage Bedürfnisse zu äußern und kennen ihre Rechte.

BASISKOMPETENZEN

Basiskompetenzen sind grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die das Kind befähigen sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen.  

WIR UNTERSTÜTZEN PERSONALE KOMPETENZEN

SELBSTWAHRNEHMUNG

Wir nehmen die Kinder an mit ihren Eigenschaften und Fertigkeiten und stärken ihr Selbstwertgefühl. Die Kinder sollen stolz auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten sein.

MOTIVATIONALE KOMPETENZEN

Die Kinder erhalten möglichst oft Gelegenheit selbst zu entscheiden, was sie unternehmen und wie sie es schaffen wollen. Wir übertragen den Kindern Aufgaben, die sie nicht unter- und überfordern. 

KOGNITIVE KOMPETENZEN

Wir nehmen den Kindern Probleme nicht ab, sondern bestärken sie darin selbst nach Lösungen zu suchen. In gezielten Angeboten und im Alltag trainieren wir das Gedächtnis.   

PHYSISCHEKOMPETENZEN                                                                                                                                                     

Diese Kompetenz wird durch Bewegung, Rhythmik, Tanz, Sport und Gesundheit unterstützt. Hygienemaßnahmen werden je nach Entwicklungsstand des Kindes selbständig durchgeführt.

WIR UNTERSTÜTZEN KOMPETENZEN ZUM HANDELN IM SOZIALEN KONTEXT

In unserem Kinderhaus hat das Kind die Gelegenheit, Beziehungen aufzubauen, erste Freundschaften zu schließen und bei gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Kindern aktiv zu sein.

SOZIALE KOMPETENZEN

Durch unser offenes und wertschätzendes Verhalten helfen wir den Kindern, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern.  Wir unterstützen die Kinder in ihrer Fähigkeit sich in Andere hineinzuversetzen.

ENTWICKLUNG VON WERTEN UND ORIENTIERUNGSKOMPETENZ

Die Kinder lernen zusammenzuhalten und sich füreinander einzusetzen.

FÄHIGKEIT UND BEREITSCHAFT ZUR VERANTWORTUNGSÜBERNAHME

Die Kinder lernen, dass sie selbst für ihr Verhalten und Erleben verantwortlich sind. Es ist wichtig, dass die Kinder Sensibilität für alle Lebewesen und unsere Umwelt entwickeln.

FÄHIGKEIT UND BEREITSCHAFT ZUR DEMOKRATISCHEN TEILHABE

Kinder haben Mitsprache und Mitgestaltungsrecht. Teilhabe an Demokratie bedeutet, dass Kinder in der Lage sind, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten, andere Meinungen zu akzeptieren und Kompromisse einzugehen. Dies gelingt uns im täglichen Miteinander und in speziell geführten Kinderkonferenzen und den Sitzungen der gewählten Abgeordneten im Sternschnuppenrat.

WIR VERMITTELN LERNMETHODISCHE KOMPETENZEN

„Lernen, wie man lernt“ Schon vor Schuleintritt soll den Kindern die lernmethodische Kompetenz vermittelt werden. Sie ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb. Den Grundstein für schulisches und lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen bahnen wir an, indem wir z.B. die Vorschul- und Schulkinder mit Wochenzielen arbeiten und ihre Lerninhalte dokumentieren.

KOMPETENTER UMGANG MIT VERÄNDERUNGEN UND BELASTUNGEN UNTERSTÜTZUNG DER WIDERSTANDSFÄHIGKEIT (RESILIENZ)                                                                                    

Wir unterstützen die Kinder, dass sie sich zu widerstandsfähigen Persönlichkeiten entwickeln, indem wir:                                                                                                                                                                                   

- die Kinder beim Bewältigen von Übergängen unterstützen                                                                                                              

- sie an gesunde Lebensweise heranführen                                                                                                                      

- sie anleiten Medien kompetent zu nutzen                                                                                                                              

- die Kinder wertschätzen und akzeptieren                                                                                                                

- realistische und angemessene Erwartungen an sie stellen.

6.2. Ziele/Aufgaben – inhaltliche Schwerpunkte in der Krippenbetreuung

Unsere anvertrauten Kinder sollen sich zu starken, kommunikationsfreudigen, aktiv lernenden und gesunden Kindern entwickeln. Wohlfühlen im eigenen Körper, die Sensibilität für andere entwickeln und vor allem Lust am Leben und Lernen entdecken ist wichtig für unter 3-jährige Kinder.

Vertrauen – Sicherheit – Gemeinsamkeit „Du bist nicht allein“ Braucht ein Kind Zuwendung nehmen wir es auf den Schoß und vermitteln ihm durch Berührungen, Worten oder Gesten, dass es nicht allein ist.

Der Krippenbereich wird nur im Früh- und Spätdienst von allen Kindern des Kinderhauses genutzt. Ansonsten bleibt er ein geschützter Bereich für unsere Jüngsten, in dem sie die Gemeinsamkeit und Geborgenheit erleben.

Eigenaktivität des Kindes wird unterstützt, indem die Kinder: - die Räumlichkeiten des Kindergarten- und Hortbereiches erobern können - bei warmen Wetter jederzeit den eigenen angrenzenden Garten nutzen dürfen.

Wir haben eine feste Struktur im Tagesablauf, welche den Kindern Sicherheit bietet. Dies wird unterstützt durch einige Rituale wie z.B. den Morgenkreis, dem Interessenskreis oder das gemeinsame Mittagessen.

Durch die freiwillige Übernahme von Ämtern, wie Garderobendienst, Blumendienst und Bodenpolizei tragen die Jüngsten schon Verantwortung für die Gemeinschaft.

Körpererfahrungen – Bewegungsvielfalt – Gesundheit „Bewegung macht fit“ Die Kinder haben im Krippenbereich und im Bewegungsraum die Möglichkeit ihrem Bewegungsdrang jederzeit nachzugehen. Hierfür gibt es z.B. die  Bewegungslandschaft  "Eulenwald" und die Bewegungsbausteine.

Wir nutzen den Aufenthalt im Freien um Spielplätze aufzusuchen oder im Garten aktiv zu werden, z.B. Bälle anbieten, rutschen, sandeln.

Eigene Körpererfahrungen sammeln die Kinder beim An- und Ausziehen, sowie beim Windelwechseln. Auch bei Kreis- Tanz- und Bewegungsspielen entdecken sie ihren Körper immer wieder neu.

Dem Lauflernkind helfen wir durch Hochziehmöglichkeiten die Balance zu halten und durch Motivation der pädagogischen MitarbeiterInnen die ersten Schritte zu wagen, z.B. den Puppenwagen als "Gehwägelchen" anbieten.

Bei den alltäglichen Abläufen beziehen wir die Kinder mit ein, z.B. beim Tisch decken, Essenswagen in die Küche fahren oder den Raum für eine Aktion vorzubereiten. Hierfür geben wir den Kindern die notwendige Zeit.

Zuhören – Sprechen – sich zum  Ausdruck bringen „Ich verstehe dich“ Wir begleiten jedes Kind gezielt im Tagesablauf in seiner sprachlichen Entwicklungsphase. So lassen wir es zu, wenn Kinder Laute mit Fingern, Spielzeug erzeugen und gezielte Geräusche, z.B. kreischen von sich geben. Dadurch entdecken sie ihre Stimme als interessantes Instrument und experimentieren mit ihrem Sprechwerkzeug Zunge und Lippen. Aus diesem Grund dürfen die Kinder Dinge mit dem Mund erkunden.  Lautstärke und Stimmhöhen ausprobieren dürfen, prägen den Sprachrhythmus, -melodie und die Laute der Umgebungssprache. Da Kleinkinder noch keine Sätze bilden können achten wir auf ihre Stimmhöhe am Wortende, welche uns Fragen signalisieren. Das pädagogische Personal ist Sprachvorbild und spricht in vollständigen grammatikalisch richtigen Sätzen, wobei wir die gesprochenen Wörter durch Mimik und Gestik unterstützen. Zusätzlich werden alle Handlungen und Abläufe sprachlich begleitet, z.B. "Jetzt ziehen wir deine Schuhe an." Ein-Wort-Aussagen werden aufgegriffen und in einem ausführlicheren Satz von der Fach- Ergänzungskraft wiederholt. Indem wir geduldig warten geben wir dem Kind die notwendige Zeit für erste Sprachversuche. Somit spürt das Kind, dass es wahr und ernst genommen wird und es mit Sprache etwas ausdrücken kann. Durch regelmäßige Sprachanlässe, z.B. Bilderbuchbetrachtung, aber auch mit Reimen, Liedern, Gedichten, Fingerspielen und den Einsatz von Handpuppen und Geschichten erhält das Kind die Möglichkeit, Sprache und Kommunikation auszuprobieren. Wir nehmen dabei Rücksicht auf die Fähigkeiten und dem momentanen Entwicklungsstand des Kindes.

Musik – Rhythmus „Musik belebt“ Mit dem Spielen von Instrumenten, singen von Liedern und Bewegungstänzen wecken wir die musikalische Freude und das Interesse an der Klangwelt.

Durch die Musik werden verschiedenste Bereiche unterstützt: - Fantasie und Kreativität, z.B. Liedtexte erfinden - Wohlbefinden, z.B. Aufmunterung, Entspannung - Gemeinschaft, z.B. gemeinsames Musizieren - interkulturelle Erziehung, z.B. Instrumente aus anderen Ländern - Sprach- und Stimmbildung, z.B. beim Singen - aktives Zuhören, z.B. Liedverlauf - Fein- und Grobmotorik, z.B. Gitarre zupfen, trommeln - Rhythmusgefühl, z.B. bewegen nach Takt

Fantasie – Kreativität „Wir sind kleine Künstler“ Die Kinder können ihre Kreativität bei uns entfalten. Durch kritzeln, kneten, formen, malen, schneiden, kleben entstehen kleine Meisterstücke, die durch Ausstellung im Garderobenbereich Anerkennung finden.

Wir bieten ihnen freien Zugang zu unterschiedlichsten Materialien, wie z.B. Naturmaterialien, Papier, Watte. Dabei wird die Freude an der gemeinsamen bildnerisch-praktischen und konstruktiven Tätigkeit entwickelt. Auch den eigenen Körper spüren und eventuelle Grenzen überwinden, z.B. verklebte Hände, erleben die Kinder beim kreativen Tun. Die Kinder sollen durch den Kreativbereich positive Erfahrungen sammeln, um ihre Persönlichkeit zu stärken. Sie dürfen ihre Vorstellungen, Erfahrungen, Wünsche in Bildern, Bauwerken und Bastelobjekten ausdrücken. Beim Kennlernen von geeigneten Gestaltungsmitteln, Techniken und Materialien werden sie zunehmend selbständiger, wobei sich die Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft stetig weiter entwickelt.   Durch das intensive Betrachten von Kunstwerken und Buchillustrationen erfahren die Kinder, dass Bilder durch ihre Gestaltung etwas zum Ausdruck bringen.

Wahrnehmen – Erforschen – Zuordnen „Schlaumäuse unterwegs“ Die Stärkung der Wahrnehmung und der Sinnesempfindung erreichen wir z.B. mit: - unterschiedliche Materialien befühlen - barfuß laufen - Geräusche raten - Naturphänomene wie Regen, Blitz, Schatten beobachten - Seifenblasen pusten und schweben lassen - Wasserspiele spielen - Pflanzen anschauen und pflegen - Tiere kennenlernen

In der Forscherecke wecken wir bei den Jüngsten durch spannende Experimente, wie z.B. "Was schwimmt, was schwimmt nicht" die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik.

Unteranderem beziehen wir die Kinder mit in die Raumgestaltung ein, damit sie sich im Raum zurecht finden. Auch fällt es ihnen dann leichter aufzuräumen und zu sortieren.

Natur entdecken – Umwelt erfahren „Kindern die Welt zeigen“ Regelmäßiger Aufenthalt im Freien, aber auch Spaziergänge geben den Kindern die Möglichkeit mit offenen Augen die Natur und ihre Umwelt zu erfahren. Hierbei können sie die Tier- und Pflanzenwelt beobachten und kennenlernen und den Jahreskreislauf mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit allen Sinnen spüren. Gesammelte

Naturmaterialien werden wir z.B. zum Spielen oder Basteln verwenden oder in den Sommermonaten das Planschbecken aufstellen und Wasserspielsachen anbieten.

Durch gemeinsame Aktivitäten, z.B. Gartengestaltung wollen wir den Kindern die Notwendigkeit der Erhaltung, Gestaltung und sich für die Natur verantwortlich fühlen aufzeigen. Die Kinder sollen die nähere Wohnumgebung, z.B. den Schwabelsberger Weiher, Spielplätze, Wiesengrundstücke kennenlernen und sich an auffälligen Gebäuden, z.B. Schulen, Kirchen und Kindergärten orientieren. Wir werden gemeinsam z.B. mit dem Seniorenheim Lenzfried Kontakte zu anderen Menschen knüpfen und soziale Einrichtungen besuchen und kennenlernen.

6.3. Ziele und Aufgaben in der Kindergarten –Schulkindbetreuung

THEMENBEZOGENE FÖRDERSCHWERPUNKTE

Wir konzentrieren uns bei unserer Arbeit auf zehn Bildungsbereiche nach dem Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan und setzen sie wie folgt um:

ETHISCHE UND RELIGIÖSE BILDUNG UND ERZIEHUNG

Unser Ziel ist, das Selbstwertgefühl zu stärken, die Selbstbestimmung zu unterstützen und der respektvolle Umgang untereinander zu erlernen. Hierbei hat unser Verhalten eine Vorbildfunktion. Durch das intensive, aufgeschlossene Nachfragen lernen die Kinder andere Lebensformen kennen und akzeptieren. Feste gestalten wir gemeinsam, wobei wir keine Glaubensrichtung vermitteln. Uns kommt es darauf an, dass die Kinder z.B. wissen, warum wird Weihnachten gefeiert oder was ist ein Zuckerfest. Hierbei dienen uns Bilderbücher zum Vorlesen oder auch Eltern, die ihre Kultur z.B. in Projektform, uns näher bringen. Religion bedeutet Wertschätzung und Toleranz.

SPRACHLICHE BILDUNG UND FÖRDERUNG    

Die Sprache ist das wichtigste  Mittel des sozialen Kontaktes. Sprache und Denken stehen in einer engen Wechselbeziehung. Deshalb geben wir dem Mitteilungsbedürfnis der Kinder viel Raum. Durch Lieder, Gedichte, Rätsel, Sprüche, Fingerspiele und Reime erweitern die Kinder ihren Wortschatz. Die Erzieherin/der Erzieher achtet auf eine angepasste und deutliche Aussprache beim z.B. Vorlesen von Bilderbüchern. In Gesprächsrunden lernen die Kinder sich zu einem Thema mitzuteilen, zuzuhören, etwas zu hinterfragen, abzustimmen oder ausreden zu lassen. Im Punkt  "Besonderheiten unserer Einrichtung" gehen wir detaillierter auf die zusätzlichen Angebote in unserer Einrichtung, wie Sprache & Integration,  Vorkurs Deutsch und Würzburger Trainingsprogramm ein.

SOZIAL-EMOTIONALES LERNEN UND PARTIZIPATION                                                                                                              

Wir unterstützen die Kinder bei der Lösung von Problemen, indem wir ihnen die Probleme nicht abnehmen, sondern sie ermuntern, selbst Lösungen zu suchen. Die gewaltfreie Konfliktlösung ist unser Ziel. Deshalb zeigen wir den Kindern verschiedene sprachliche Möglichkeiten der Konfliktbewältigung auf. Die Kinder haben in unserer Einrichtung Mitspracherecht, wobei unsere Hauseigene Verfassung die Rechte der Kinder aufzeigt. So können sie z.B. entscheiden an welcher Aktion sie teilnehmen, ob sie drinnen oder draußen spielen möchten oder wie die Räumlichkeiten verändert werden sollen.

MATHEMATISCHE, NATURWISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE BILDUNG

Formen, Mengen, Schätzen und Messen, Logische Reihen, zuordnen, unterscheiden, vergleichen, zählen, Spaß am Umgang mit Zahlen sind mathematische Vorläuferfertigkeiten. Durch Spielmaterial wie Puzzles, Reihenmuster fortsetzen, Zahlenhaus, Sortierkästen oder Würfelspiele, haben die Kinder die Möglichkeit sich spielerisch mit den verschiedenen Schwerpunkten zu beschäftigen. Wöchentlich bauen wir ein spannendes Experiment auf, sodass die Kinder mit Dingen aus dem Alltag, z.B. "Was ist magnetisch, was nicht?" experimentieren können. Die Kinder können mit dem Lineal, dem Maßband oder dem Meterstab arbeiten, wobei ihnen Arbeitsblätter z.B. "Wie lang ist die Linie" zur Umsetzung helfen. Alte Geräte werden bei uns durch die Familien gesammelt und von den Kindern auseinander genommen. So erhalten sie einen Einblick in das Innenleben von Uhren, Radios, Haushaltsgeräten... Wir besuchen mit ihnen verschiedene Museen, z.B. das Kinderreich im Deutschen Museum, Kinder- und Jugendmuseum München oder Naturkundemuseum in Augsburg.

UMWELTBILDUNG- UND ERZIEHUNG                                                                                                                       

Themen aus dem Bereich "Umwelt und Kultur" sind in unserem Tagesablauf integriert. Wir trennen Müll und vermeiden durch z.B. mitgebrachte Brotzeit in der Dose, unnötigen Müll. Die Kinder werden angehalten sparsam mit Wasser umzugehen und auf die Natur Rücksicht zu nehmen. Tiere, z.B. Spinnen im Raum, werden behutsam behandelt, näher betrachtet und finden in unserem Garten ein zu Hause. Durch das Beobachten der Natur mit all ihren jahreszeitlichen Veränderungen sollen die Kinder die Liebe zur Natur aufbauen. Bei uns finden gemeinsame Gartenpflegeaktionen mit Kindern und Eltern statt. Die umliegenden Naturerholungsgebiete z.B. Schwabelsberger Weiher nutzen wir  für kurze Ausflüge und sie laden uns zu Exkursionen und Spaziergängen ein. Bei uns tragen die Kinder auch durch die freiwillige Übernahme von Ämtern, wie Garderobendienst, Blumendienst und Bodenpolizei Verantwortung für die Gemeinschaft.

ELEMENTARE INFORMATIONSTECHNISCHE BILDUNG, MEDIENBILDUNG UND- ERZIEHUNG

Medien sind ein fester Bestandteil der kindlichen Lebenswelt. Wir geben den Kindern durch z.B. Nachspielen, Malen und in Gesprächen, die Möglichkeit zur Verarbeitung des Gesehenen oder Gehörten. Der Bewusste und kontrollierte Umgang mit Medien ist bei uns z.B. durch das selbständige Bedienen der Abspielgeräte mit Tonträgern, der Fotokamera oder das Nutzen des PCs möglich. Die Kinder lernen dadurch Alternativen, Verwendungs- und Funktionsweisen kennen. Auch das Nutzen der Stadtbücherei oder den Besuch bei der Allgäuer Zeitung unterstützt die Wissensvermittlung.

ÄSTHETISCHE, BILDNERISCHE UND KULTURELLE BILDUNG UND  ERZIEHUNG

Bei uns können die Kinder in allen Funktionsräumen bildnerisches und darstellendes Gestalten anwenden. Nähere Erläuterung finden sie in den inhaltlichen Schwerpunkten unserer Funktionsräume. Ausflüge, z.B. ins Theater, ins Kinder- und Jugendmuseum oder zur Augsburger Puppenkiste, verschafft den Kindern einen noch tieferen Einblick in Kunst und Kultur. Auch die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer, historischer Kunst wird z.B. durch einen Besuch des Cambodunums in Kempten vertieft.

MUSIKALISCHE BILDUNG UND ERZIEHUNG

Gemeinsam singen wir unterschiedliche, rhythmische Lieder, um die eigene Sprech -und Singstimme zu formen. Im Morgenkreis regen wir durch Sing- Tanz- und Bewegungsspiele die Kinder zum gemeinsamen mitsingen und musizieren mit Körperinstrumenten, wie z.B. Klatschen, Stampfen an. Regelmäßig können die Kinder sich auf Klang- und Orffinstrumenten ausprobieren und bei Auftritten z.B. zu unserer Weihnachtsfeier mit Eltern, ihr Können präsentieren.  Alle musikbegeisterten Kinder dürfen bei uns an zusätzlichen Aktionen, wie z.B. Malen nach Musik, Anhören von klassischer Musik, herstellen von Musikinstrumenten oder erste Berührung mit Notenschrift teilnehmen. Den spielerischen Umgang von Klängen und Tönen in Verbindung mit Sprache und Bewegung soll den Kindern Spaß und Freude bereiten. In Kooperation mit der Musikschule Kempten haben die Kindergartenkinder die Möglichkeit die musikalische Früherziehung in unseren Räumlichkeiten durch eine ausgebildete Musikpädagogin nutzen zu können.

BEWEGUNGSERZIEHUNG UND BEWEGUNGSFÖRDERUNG

Dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gewähren wir ausreichend Platz. Die Kindergarten- und Schulkinder können unter Aufsicht vormittags und nachmittags unseren Garten oder Spielplätze der näheren Umgebung nutzen. Unser Bewegungsraum ist geöffnet, wenn der Aufenthalt im Freien gerade nicht möglich ist. Nähere Erläuterung finden sie in den inhaltlichen Schwerpunkten unserer Funktionsräume.

GESUNDHEITLICHE BILDUNG UND ERZIEHUNG

Gesundes Essen ist wichtig für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes. Eltern werden angehalten eine gesunde und abwechslungsreiche Brotzeit mitzugeben. Das pädagogische Team steht dabei beratend und unterstützend zur Seite. Bei der Essensbestellung  achten wir auf ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Mittagessen. Die Projektarbeit „Gesunde Ernährung“ ist zum festen Bestandteil unserer Arbeit geworden. Die Kinder lernen Institutionen, wie den Zahnarzt  und das örtliche Krankenhaus kennen, deren Ziel die Gesunderhaltung des Körpers ist. Vorschulkinder absolvieren einen „Ersthelferkurs“, bei dem sie lernen, wie sie bei leichten Verletzungen aktiv werden können.

Ziel ist es, das die Kinder Verantwortung für ihren Körper entwickeln und ein Gespür dafür bekommen, was ihnen gut tut.

6.4. Inhaltliche Schwerpunkte in unseren Funktionsräumen für  Kindergarten- und Schulkinder

KÜNSTLER-WERKSTATT

In diesem Raum sollen die Kinder ihre Persönlichkeit kreativ entfalten können. Die Kinder besitzen Kreativität als Fähigkeit, Neues zu schaffen, sowie neuartige Einfälle und Lösungen zu produzieren. Sie ist eine ursprüngliche Art, sich aktiv mit sich selbst und seiner Umwelt auseinander zu setzen. Das schöpferische und gestalterische Tun steht im Mittelpunkt der Künstlerwerkstatt.

Der/die pädagogische MitarbeiterIn wertschätzt die kindliche Kreativität. Durch eine vorbereitete Umgebung und wechselnde Angebote zu unterschiedlichen abstrakten, weitgefassten Themen wie z.B. „Licht und Dunkelheit“ oder „Kunterbunte Tiere“ können sich die Kinder entfalten. Jedes Kind erlebt und entdeckt seine persönlichen Dimensionen des Themas innerhalb des kreativen Prozesses. Als Begleiter bewegt sich die Fach- Ergänzungskraft zwischen Wertschätzung geben und Bewusstmachen des Seins sowie Anreize setzen und Entwicklung unterstützen.

In der Künstler- Werkstatt finden die Kinder: - vielfältiges Materialangebot – verschiedene Farben, Papiere, Folien, Karton, unterschiedliche Modelliermassen, Holz, Kork, Filz, Stoffe, Wolle und Kleinmaterial - Werkzeuge und Hilfsmaterialien, wie z.B. Scheren, Stempel, Schwämme - Verschiedene Ebenen, die das Arbeiten im Stehen, Sitzen, Knien, am Tisch, Staffelei oder Bodenmalplatz möglich machen

Ganzheitliche Angebote für Körper, Geist und Seele bieten: - Freude am Tun und Motivation zu Aktivität / malen, schneiden, kleben, sägen, schleifen, reißen, knüllen, kratzen, tupfen, biegen, legen, stecken, kombinieren, usw. - Selbsterfahrung / persönliches Erleben, verarbeiten von Gefühlen, Erinnerungen, Träumen, Wünschen, Ideen und den Blick auf die Umwelt mit Farbe und Form - Kontakt und Umgang mit unterschiedlichen Materialien, kennenlernen von Neuem - Lernen durch Versuch und Irrtum, suchen nach neuen Lösungen - Sensomotorische Erfahrungen und Unterstützung im Umgang mit Material und Werkzeugen sind möglich, werden begleitet und unterstützt - Kennenlernen, ausprobieren, üben von verschiedenen künstlerischen Techniken und Fertigkeiten mit den Händen - Atmosphäre / verschiedene  Bereiche, farbharmonische Raumgestaltung „sinnliche“ Impulse wie Musik oder z.B. Düfte geben Anreiz und laden ein - Tun steht vor dem Ergebnis - Es gibt keine „Muster“, die reproduziert werden - "Schönheit" oder "Hässlichkeit" steht immer im Auge des Betrachters; jedes Kunstwerk wird wertgeschätzt - Das Anwenden der Farben und deren Wirkung auf die Gefühle und die Stimmung

In der Künstlerwerkstatt gibt es folgende zwei Verhaltensregeln: „Ich störe keine anderen Künstler in der Werkstatt!“ „Meinen Platz verlasse ich so wie ich ihn vorgefunden habe!“

BEWEGUNGSRAUM

Spiel und Bewegung sind grundsätzliche Formen der kindlichen Aktivität. Wenn wir Bewegung zulassen dann können die Kinder: (aus Handbuch der Bewegungserziehung)

- den eigenen Körper und damit sich selbst kennenlernen

- sich mit den körperlichen Fähigkeiten auseinandersetzen und ein Bild von sich selbst entwickeln - mit anderen gemeinsam etwas tun, mit- und gegeneinander spielen, sich mit anderen absprechen, nachgeben und sich durchsetzen

- selber etwas machen, herstellen, mit dem eigenen Körper etwas hervorbringen

- Gefühle wie Lust, Freude, Erschöpfung und Energie empfinden und Empfindungen in Bewegung ausdrücken, körperlich ausleben und verarbeiten

- sich mit Objekten und Geräten auseinandersetzen und ihre Eigenschaften erfassen, sich den Umweltanforderungen anpassen

- sich mit anderen vergleichen, sich miteinander messen, wetteifern und dabei sowohl Siege verarbeiten als auch Niederlagen ertragen lernen

- Belastungen ertragen, die körperlichen Grenzen kennenlernen und die Leistungsfähigkeit steigern, sich selbstgesetzten und von außen gestellten Anforderungen anpassen

Die Fach- Ergänzungskraft bietet abwechslungsreiche sportliche Spiele und Körperübungen an, die die körperlichen Fähigkeiten der Kinder wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Gewandtheit, Geschicklichkeit und Beweglichkeit sowie die Bewegungsfertigkeiten, wie Gehen, Laufen, Springen, Werfen, Prellen, Fangen, Kriechen, Steigen, Balancieren, Klettern, Rollen, Ziehen… weiterentwickeln. Durch den Einsatz von z.B. dem Tamburin werden das rhythmische Empfinden und die Reaktionsfähigkeit geschult. Der/die pädagogische MitarbeiterIn wird die Bereitschaft an täglicher gemeinsamer sportlicher Tätigkeit durch bekannte Bewegungsspiele, wie z.B. „Bäumchen wechsle dich“, „Katz und Maus“ wecken. Natürlich sind unsere Kinder Gestalter d.h. sie dürfen Bewegungsspiele organisieren und durchführen, wobei wir Unterstützung anbieten.

Unser Bewegungsraum ist mit einem speziellen Sportboden ausgelegt, sodass die Kinder optimale Bedingungen für aktives bewegen vorfinden. Bewegungsbausteine und unterschiedliche Sportgeräte, wie eine Bank zum balancieren, die Sprossenwand mit Auffangmatte und kleinere Materialien, wie Schwungreifen, Kegel, Bälle, Tücher, Matten, Seile…regen zum Bewegen an.

Während der sportlichen Betätigung sollte das Kind keinen Schmuck tragen. Turnsachen werden nicht benötigt, da es bei Bedarf seine Wechselsachen anziehen  kann. Klettern und das Benutzen von Zusatzmaterialien, wie Seile und Tücher ist nur erlaubt, wenn ein/e pädagogische MitarbeiterIn im Raum ist.

FORSCHERRAUM

Unser Forscherraum trägt den Charakter einer Lernwerkstatt. Durch die Einrichtung der Lernwerkstatt geben wir unseren Kindern die Möglichkeit zu weiteren Bildungschancen.

Unsere Lernwerkstatt ist ein Ort, in der das Lernen gelernt werden soll. Die Lernwerkstatt nutzt die Erkenntnis, dass Kinder Strukturen entschlüsseln, eigene Lernwege finden und gelerntes wiederholen wollen.

Wir bieten: - eine anregende Lernumgebung - das selbstbestimmte Handeln der Kinder - die freie Wahl der Arbeitsmaterialien - die nicht-direktive erzieherische Haltung - ein Raum, der Kinder zum Staunen bringt - ein Ort, in denen Kinder Zeit und Ruhe zum Forschen finden - ein Raum zum intensiven Denken, Experimentieren und Erproben - ein Ort, die neue Lernwege anbieten - ein Raum, die individuelles Lernen anregen und unterstützen - ein Raum, in denen kein anderer sagt, welche Lösung richtig und welche falsch ist

 „Das Lernen zu lernen“ ist unser pädagogischer Ansatz, wobei in das Konzept der Lernwerkstatt Grundgedanken und Haltungen von folgenden verschiedenen pädagogischen Ansätzen einfließen.

Montessori-Pädagogik Frau Maria Montessori (1870 – 1952) erkannte das Kind „als Baumeister des Menschen“ und sah in jedem Kind das Potential zu reifen, zu lernen und zu wachsen. Sie maß der Eigenverantwortung eine hohe Bedeutung bei und prägte den Satz „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Sie sah den Pädagogen als Entwicklungsbegleiter des Kindes und prägte den Begriff „der vorbereiteten Umgebung“, in denen Kinder selbständig, ohne ständig auf die Hilfe eines Erwachsenen angewiesen zu sein, arbeiten dürfen.

- Die Materialien sind in Sicht- und Reichweite der Kinder - wir achten auf spezielle Lernmaterialien, welche nach dem Prinzip der Fehlerselbstkontrolle aufgebaut sind - Kinder können Selbständigkeit entwickeln - es ist möglich Sozialkontakte zu knüpfen - durch die eigene Fehlerkontrolle ist die Unabhängigkeit vom Erwachsenen gegeben - der Raum bietet Orientierung und Sicherheit - die Beschäftigung mit Arbeitsmaterial, begleitet von hoher Konzentration ist ein Grundvoraussetzung

Freinet-Pädagogik Freinet ((1896-1966) war Pädagoge und Sozialpolitiker und hat wesentlich zur Reform der Schule in Richtung Öffnung des Unterrichts beigetragen. Ihm ging es darum, dass Kinder mit allen Sinnen und selbstbestimmt lernen können.

Uns ist es wichtig, dass die Kinder - Freiheit - Verantwortung - Sinn - Bezug zum Leben - das Lob des Fehlers erfahen.

Situationsansatz Der Situationsansatz, der in den siebziger Jahren vom Deutschen Jugendinstitut in München entwickelt wurde, ist ein tragender Ansatz unserer Pädagogik. Hierbei spielt die Lebenssituation, die Vorerfahrungen und die Lebensbedürfnisse der Kinder eine wichtige Rolle. Die Kinder werden unterstützt  Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse für das gegenwärtige und zukünftige Leben zu erwerben. Die Themenwahl wird durch Fragen und Entdeckungen der Kinder bestimmt.

Wir geben den Kindern die Möglichkeit - sich vertiefend mit ihren Fragen auseinandersetzen - auf eigene Entdeckungsreise zu gehen - selbst bestimmt zu wiederholen - sich Fähigkeiten und Fertigkeiten durch üben anzueignen - in Selbsttätigkeit aktiv zu werden.

Reggio-Pädagogik Loris Malaguzzi, der Begründer der reggianischen Kindergärten setzte sich für die Notwendigkeit einer  „reichen Lernumgebung“, in der „mit Sinn“, Kopf, Herz und Hand gespielt und gelernt wird ein.

Unser Forscherraum bietet aus diesem Grund - unterschiedliche Lernbereiche - eine Fülle von Ideen - die Befriedigung des Wissensdrangs - die Möglichkeit von Arbeit zu Arbeit zu wechseln - Entscheidungsfähigkeit zu entwickeln.

Die pädagogische Kraft ist ein Entwicklungsbegleiter. Sie beobachtet, erkennt Veränderungen, Fähigkeiten, aber auch Schwierigkeiten von Kindern, zeigt den Kindern Material, wenn sie Hilfe anfordern, verbessert nicht, unterstützt, wenn es erwünscht ist, ermutigt Kinder bei ungewöhnlichen Lernwegen, ist selbst Lernende und ist neugierig auf unterschiedliche Bildungsinhalte und andere Lernwege.

Wir möchten mit diesem Angebot einen Beitrag leisten und aktiv unsere Kinder begleiten und unterstützen, denn: Die Erfahrungen zeigen, dass gerade Kindern mit besonderen Entwicklungs- und Förderbedürfnissen das Angebot einer Lernwerkstatt sehr zu entsprechen scheint und gut tut. Durch die vorbereitete Umgebung und die strukturierten Materialien finden Kinder mit Konzentrations- und Lernproblemen in der Lernwerkstatt Hilfestellung zum Lernen und zur Orientierung.

Die Lernwerkstatt ist keine Schule! Die Lernwerkstatt dient als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Kinder arbeiten aus eigenem Antrieb. Jede Lösung ist richtig, nichts ist falsch! Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Jedes Kind kann entscheiden, wie lange und womit es sich beschäftigt.

Die Lernbereiche wechseln und beinhalten unter anderem: den Lese- und Schreibbereich Linien mit einem Farbstift nachfahren, Laute erfühlen und nach Xavertieren benennen, Buchstabenspiele spielen, erste Schreibversuche vornehmen…

den Mathematikbereich Puzzles, Farbmuster legen, Einsatz von Gewichte zum Wiegen, vergleichen von Mengen, paarweise zuordnen, ordnen der Größe nach, Zahlen kennen lernen und anwenden, Würfelspiele, Messen der Länge von Gegenständen, Zählspiele, kennen lernen von geometrischen Formen – Fühlspiele…

den naturwissenschaftlichen Bereich Naturwissenschaft spielerisch erleben, Durchführung von Experimenten und Versuchsreihen der belebten und unbelebten Natur mit folgenden Themenschwerpunkten: "Wasser und Eis", "Beugung und Brechung", "Messinstrumente", "Jetzt wird es bunt", "Schwingung und Kraft", "Tuten und Blasen", "Ich wette, dass", "Elemente in Aktion", "Magische Kräfte", "Keime und Wurzeln", "Pflanzenleben", "Aus der Küche"

die Übungen des täglichen Lebens schöpfen, gießen, reparieren, säubern, waschen …

die Projektarbeit sich intensiv und im eigenen Tempo mit dem jeweiligen Projektthema beschäftigen

den Hörbereich mit Kopfhören nach Geräuschen lauschen, eine Hörgeschichte anhören, Tiergeräusche erkennen, leise, laute, hohe und tiefe Töne wahrnehmen

den Medienbereich drei Computer ermöglichen den gezielten Umgang, eine eigene Geschichte auf dem PC schreiben oder unsere Zeichenprogramme zum ausprobieren der Tasten nutzen

Im Forscherraum achtet das pädagogische Personal auf folgende Verhaltensregeln. - Jedes Kind räumt seinen Platz auf. - Jedes Kind kann solange mit einem Material arbeiten wie es will. - Niemand stört einen Anderen oder lacht über ihn.

Die Fach- Ergänzungskraft achtet darauf, dass - der Raum überschaubar und ordentlich ist - es Einzelarbeitsplätze und Ecken für verschiedene Lernbereiche gibt - der Schwierigkeitsgrad auf den Entwicklungsstand des Kindes abgestimmt ist - Arbeitsmaterialien ausgetauscht werden.

ROLLEN - SPIELRAUM

Unsere Kindergarten- und Schulkinder versetzen sich gerne in verschiedene Rollen. Der Raum bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen und Erlebtes nachzuspielen. Das Ausprobieren von unterschiedlichen Rollen tragen dazu bei, Konflikte auszutragen und soziales Miteinander zu lernen. Spiele werden organisiert, wobei die Kinder lernen sich zu einigen und ausdauernd zu spielen. Verschiedene Spielideen können umgesetzt werden und die Erzieherin/der Erzieher begleitet und unterstützt die Kinder aktiv, wobei sie/er auch dem Wusch nach ungestörtem oder Alleinspiel nachgeht.

Raumgestaltung Unsere Kinder finden verschiedene Spielbereiche, wie die Verkleidungsecke, Puppenecke, Spielecke, Spielteppich, Schminkecke und Kuschelecke. Auch gibt es  unterschiedliches Spielmaterial, wie Schultafel mit Kreide, Verkleidungssachen, Puppenwagen, Puppenhaus, Küchenmöbel, Finger- Stab- und Handpuppen, Kuscheltiere... Die Kinder können eigene Theaterstücke erfinden und diese bildnerisch und darstellend umsetzen. In unseren Regalteilen finden die Kinder unterschiedliche Gesellschaftsspiele, welche jederzeit gespielt werden dürfen. Die Kinder können die einzelnen Spielbereiche in ihrem Rollenspiel miteinander verbinden und Spiele für neue Spielideen auch Zweckentfremden und tiefer in die Rolle eindringen.  Je nach aktueller Situation der Bedürfnisse und Wünsche unserer Kinder wird dieser Raum mit Hilfe der Kinder und den pädagogische MitarbeiterInnen, wie in der Verfassung festgehalten umgestaltet und erweitert.

Regeln im Rollenspielraum Wir beobachten das Verhalten der Kinder und greifen nur ein, wenn die Situation für ein Kind nicht lösbar erscheint. Spiele, wie Würfelspiele, Kartenspiele oder Gesellschaftsspiele werden am Tisch oder auf dem Teppich gespielt.

BAURAUM

Dieser Raum ist unser Ankunftsraum, d.h. hier kommen alle Kinder am Morgen oder Mittag als erstes an und werden von der Fach- Ergänzungskraft begrüßt.

Im Bauraum können die Kinder:

- Gebäude mit umfangreichen Anlage (Straßen, Flugplatz…) aus der Vorstellung, nach Modell oder nach Vorlagebauen

- phantasievoll, planmäßig und stabil bauen lernen

- Ergebnisse mit Bauvorhaben vergleichen, Fehler erkennen und beheben

- Bauwerke beschreiben - Bauschritte gemeinsam festlegen, Teilaufgaben vorher beraten

- für Ordnung des Baumaterials selbst Sorge tragen

- Zusatzmaterial verwenden und ideenreich einsetzen

- Konstruktionsmaterial und verschraubbare Elemente haltbar zusammenfügen

- bewegliche Konstruktionen herstellen - gelungene Bauwerke stehen lassen, ergänzen, damit spielen und sich darüber unterhalten

- Interesse für das Bauen entwickeln

- unterschiedliche Materialien verwenden

Der/die pädagogische MitarbeiterIn unterstützt das Bauvorhaben der Kinder, baut mit oder ist beobachtend tätig und bietet ein abwechslungsreiches Bauangebot.

BISTRO

Das Bistro ist nicht nur ein Raum, wo die Kinder essen und trinken können, sondern auch ein Ort der Begegnung, Verabredung und Gemeinsamkeit. Die Kindergartenkinder haben die Möglichkeit bis 10:00 Uhr zu frühstücken, oder von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr zu Brotzeiten, wobei der/die pädagogischen MitarbeiterInnen sie daran erinnert. Zu diesen Mahlzeiten ist der Tisch mit einer Tischdekoration geschmückt. Wir zwingen kein Kind zum Essen oder trinken, aber motivieren es und zeigen die Wichtigkeit auf. Den Kindern stehen verschiedene Getränke wie Tee, Milch, Mineralwasser oder an heißen Tagen auch Apfelschorle zur Verfügung.

Das Mittagessen nehmen die Kinder in kleinen Gruppen gemeinsam ein. wir achten darauf, dass - die Kinder mit gewaschen Händen am Tisch Platz nehmen - jedes Kind seinen Tisch selbst eindeckt - die Kinder eine gute Körperhaltung einnehmen - das gemeinsame Mittagessen mit einem Tischspruch beginnt - sie sich selbst bedienen - sie das Geschirr und Besteck richtig handhaben - sie aus Bechern trinken - sie während der Mahlzeit nicht mit vollem Mund sprechen - sie selbst ihren Platz aufräumen und säubern - sie das Geschirr auf den Geschirrwagen sortiert abstellen - sie den Platz nur verlassen, wenn alle Kinder am Tisch fertig mit essen sind - sie nach dem Essen Hände und den Mund waschen.

SNOEZELRAUM

Unser Snoezelraum ist ein Raum der Ruhe. Hier können sich die Kinder jederzeit zurückziehen. Der abgedunkelte Raum mit seinen beruhigten Lichteffekten und weichen bequemen Liegeelementen lädt die Kinder zum Träumen ein. Die Kinder können auf Wunsch eine Hörgeschichte anhören oder sich ausruhen. Sollte ein Kind einschlafen, so lassen wir dem Kind die notwendige Zeit und stören es nicht. Wir behalten uns das Recht vor Schulkinder  zur Hausaufgabenzeit  zu wecken.

INTENSIVRAUM/HAUSAUFGABENRAUM

In diesem Raum finden speziell geführte Angebote statt, die einen ruhigen Rahmen und eine Kleingruppe benötigen. Die Grundschullehrerin nutzt diesen Raum zur Durchführung des Kurses Vorkus-Deutsch mit unseren Vorschulkindern. Schulkinder dürfen diesen Raum zum vorbereiten auf Schulaufgaben nutzen und ungestört lernen.

Wir nutzen diesen Raum auch für Elterngespräche und stellen den Intensivraum z.B. den Lesepaten vom Wohngebiet Thingers  am Nachmittag kostenlos zur Verfügung.

BÜCHERREI

Wir haben eine hauseigene Bücherrei mit unterschiedlichen Themen für die Kinder jeden Alters eingerichtet. Die Kinder dürfen hier jederzeit selbständig Bücher anschauen oder lesen. Die pädagogischen MitarbeiterInnen lesen auf Wunsch Bücher vor oder sprechen über deren Inhalt. Der sorgfältige Umgang mit den Büchern, das sich austauschen und die Freude an Geschichten stehen hierbei im Vordergrund.

AUFENTHALT IM FREIEN – GARTEN

Unser großzügiger Garten bietet den Kindern ausreichend Platz für Bewegung an frischer Luft. Bei jedem zumutbaren Wetter öffnen wir den Garten vormittags und nachmittags für die Kinder.  Den Kindern stehen verschiedene Möglichkeiten wie z.B. der Sandkasten, die Rutschen, die Schaukel, das Klettergerüst oder die Fahrzeuge zur Verfügung. Der/die pädagogische MitarbeiterIn bietet den Kindern an gemeinsam Bewegungsspiele wie z.B. „Herr Fischer, wie tief ist das Wasser“ oder „Komm mit, lauf weg“ zu spielen.  Natürlich nutzen wir auch die nähere Umgebung für z.B. Spielplatzbesuche oder Spaziergänge.

6.5. Methodische Prinzipien

Uns ist es wichtig, dass die Kinder die Welt spielend erobern dürfen. Wir sind aktive Begleiter, aber wir werden Zurückhaltung zeigen, den Eigenantrieb der Kinder bewundern und mit Lösungsvorschlägen zögerlich umgehen.

Der Grundsatz „Hilf mir es selbst zu tun“ von Maria Montessori ist für uns die Richtlinie bei täglichem miteinander.

Wir geben den Kindern Zeit - Zeit zum Essen - Zeit zum Trinken - Zeit zur Körperpflege - Zeit zum Ruhen - Zeit zur Bewegung - Zeit zum Ausprobieren - Zeit die Welt zu entdecken - Zeit für Wiederholungen - Zeit zum Beobachten - Zeit zum Mitspielen - Zeit für jedes Kind… 

 7. TAGESGESTALTUNG

7.1. TAGESGESTALTUNG  DER KRIPPENKINDER

Wir achten auf Rituale und einen strukturierten Tagesablauf, indem die Kinder ausreichend Zeit zum Spielen bekommen und die Erzieher jederzeit begleitend und unterstützend für die Kinder da sind. Die Anliegen, Neigungen und Nachfragen der Kinder haben hierbei immer Vorrang.

In den Räumlichkeiten der Krippe findet von derzeit 07:00 Uhr bis 08.00 Uhr der Frühdienst und von 15:45 -17:00 Uhr der Spätdienst statt. Die Kinder können vormittags bis 10:00 Uhr, sowie nachmittags bis 15.30 Uhr ihre selbst mitgebrachte Brotzeit essen. Grundsätzlich arbeiten wir situationsorientiert, sodass in der Zeit von 09.30-11.00 Uhr der Morgenkreis, die Projektarbeit, der Aufenthalt im Freien, spielerische  Aktivitäten, Feste und Geburtstagsfeiern sowie Hygienemaßnamen stattfinden. Von 11.15 -12.00 Uhr nehmen die Kinder gemeinsam das Mittagessen ein und gehen anschließend zum Ausruhen in den angrenzenden Schlafraum. Der individuelle Schlafrhythmus eines jeden Krippenkindes wird beachtet und die Kinder entscheiden, wann sie ausgeruht wieder am Geschehen teilnehmen wollen. Die Nachmittagszeit wird für den Aufenthalt im Freien aber auch für weitere situationsorientierte, spielerische Aktionen genutzt. Spätestens 16:00 Uhr beginnt der Spätdienst und alle Kinder des Hauses kommen in den Bereich der Krippenkinder.

7.2. TAGESGESTALTUNG DER KINDERGARTENKINDER

Die Kindergartenkinder, die den Frühdienst in Anspruch nehmen, werden derzeit ab 07:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Krippe betreut.

Die Kinder können vormittags bis 10:00 Uhr, sowie nachmittags bis 15:300 Uhr ihre selbst mitgebrachte Brotzeit essen. Wir nutzen montags den verpflichteten Morgenkreis, um uns zu begrüßen und die Woche zu besprechen. Dienstags bis donnerstags finden am Vormittag unsere Interessenskreise statt und wir lassen die Kinder in Kinderkonferenzen mitbestimmen. Die Kinder erfahren dadurch Orientierung und Struktur.

Vormittags und nachmittags finden in den Funktionsräumen situationsorientierte Aktionen, Projekte und vorgeschriebene Programme (Vorkurs Deutsch, Würzburger Trainingsprogramm) statt.  In der Zeit von 11.15-13.30 Uhr nehmen die Kinder nach Absprache in fest eingeteilten Gruppen ihr Mittagessen ein. Kinder, welche sich ausruhen möchten, können jederzeit den Snoezelraum aufsuchen. Im Nachmittagsbereich dürfen die Kinder die Funktionsräume, Projekte und Raumaktionen nutzen. Ab spätestens 16:00 Uhr werden alle Kinder vom Spätdienst in den Räumlichkeiten der Krippe betreut. Hier finden alle Kinder verschiedene Möglichkeiten sich zu beschäftigen, wie den Forscherbereich, den Kreativbereich, die Puppenecke, Bauecke…

7.3. TAGESGESTALTUNG DER SCHULKINDER

Die Fach- Ergänzungskraft nimmt die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche der Kinder ernst und macht sie zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Der Situationsansatz ist Grundlage für unser Handeln. Durch das tägliche Miteinander, die gemeinsamen Überlegungen und Unternehmungen ist es möglich, individuelle Bedürfnisse herauszukristallisieren. Schulkinder sollen Entspannung und Ausgleich zu ihrem Schultag finden. Den Kindern werden Freiräume gewährt, ihre Wünsche und Vorstellungen akzeptiert und respektiert. Die Kinder nehmen je nach Schulschluss von 12.00 - 13.30 Uhr ihr warmes Mittagessen ein und können in den Funktionsräumen spielen. Hausaufgabenbetreuung Montags bis donnerstags, in der Zeit von 13:45 – 15:45 Uhr betreut die pädagogische Fachkraft unsere Schulkinder bei der Erledigung der Hausaufgaben. Ziele sind, dass die Kinder lernen, wie man Hausaufgaben bestmöglich erledigt, dass sie zunehmend selbständiger werden und auf Richtigkeit achten. Hierzu reflektieren die Kinder ihre Vorgehensweise bei den Hausaufgaben und lernen sich einzuschätzen. Schulkinder, die ihre Hausaufgaben erledigt haben, dürfen in den Funktionsräumen ihren Wünschen nachgehen und an Aktivitäten oder Projekten teilnehmen. Jeden Freitag können in Absprache mit den Schulkindern besondere Aktionen, wie Ausflüge oder Unternehmungen stattfinden. Den letzten Freitag im Monat nutzen wir für Geburtstagsfeiern. Ab spätestens 16:00 Uhr werden alle Kinder vom Spätdienst in den Räumlichkeiten der Krippe betreut.

Ferienbetreuung Schulkinder werden in den Ferien laut Öffnungszeit von uns betreut. Wir besprechen gemeinsam die Gestaltung der Ferienzeit. Eventuelle gewünschte, kostengünstige Ausflüge führen wir gemeinsam mit den Vorschulkindern durch. Die Betreuung in den Schulferien muss extra von den Eltern gebucht und über das Mitteilungsheft des Schulkindes angemeldet werden.

7.4. Rituale  im Tagesablauf

RITUAL I – BEGRÜßUNG Für uns ist es wichtig, dass die Eltern ihr Kind mit Ruhe und einem eigens gewählten Ritual z.B. Abschiedskuss, an die Fach- Ergänzungskraft übergeben. Diese/er empfängt jedes Kind herzlich, wendet sich in der Ankommenssituation dem Kind intensiv zu und gibt somit das Zeichen „Du bist nicht allein“. Die Kindergarten- und Schulkinder hängen nach der ersten Begrüßung ihr Smily an die bereitgestellte Pinnwand. Sie zeigt den Kindern, wer im Haus ist und dient uns als Übersichtstafel beim Mittagessen.

RITUAL II - VERABSCHIEDUNG Bei der Verabschiedung werden die Eltern begrüßt und es erfolgt ein kurzer Austausch. Mit dem Winken oder Handschlag verabschiedet sich das Kind von dem/der pädagogischen MitarbeiterIn und die Eltern übernehmen die Anziehsituation als Zeichen „Ich nehme dich mit“.

Unsere Aufsichtspflicht endet, wenn die Eltern unsere Einrichtung betreten und ihr Kind in Empfang genommen haben.

RITUAL III – JAHRESFESTE ERLEBEN Feste mit Eltern bereichern das Leben im Kinderhaus. Sie als Eltern haben die Aufsichtspflicht über ihr Kind während der gemeinsamen Veranstaltung.

8. PROJEKTARBEIT

Unsere Projektarbeit ist auf den individuellen Entwicklungsstand des Kindes ausgerichtet. Die Planung und Durchführung der Projekte erfolgt mit den Kindern und basiert auf unseren Beobachtungen, deshalb können wir nicht im Vorfeld sagen, welche Projektthemen durchgeführt werden. Die Kinder entscheiden in Form von Kinderkonferenzen über die Wahl und den Verlauf des Projektes. In der Begegnungshalle wird der Projektverlauf als Ausstellung von den Kindern und pädagogischen MitarbeiterInnen für alle Interessierten dokumentiert. Alle aufgegriffenen Themen werden mit einer gemeinsamen Reflexion und einem eventuellen Höhepunkt abgeschlossen.

8.1. JÄHRLICH WIEDERKEHRENDE AKTION

„Wald und Wiesentage im Jahreskreislauf“ Im Jahreslauf führen wir auf Wunsch der Kinder Naturtage durch, wobei die Kinder folgendes erleben:

- Wir halten uns spontan und je nach Naturbegebenheit in der nahegelegenen Natur / Umgebung auf.

- Die Natur wird unmittelbar erlebt und begriffen, der  behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird erfahren und gelernt.

- Die Phantasie und Kreativität der Kinder wird durch die Vielfältigkeit der Natur angeregt und gefördert.

- Die frische Luft, stärkt die Atmungsorgane und das Immunsystem.

- Freiräume, Kinder dürfen vieles anfassen und untersuchen, sie entdecken, forschen und begreifen.

- Sie lernen heimische Bäume und Pflanzen kennen und benennen.

- Umweltbewusstsein wird geweckt.

- Die Emotionale Entwicklung  ihres Kindes wird gestärkt, Angstgefühle werden selbständig bearbeitet.

- Einhaltung von Regeln und Grenzen: die Kinder müssen in Sichtweite bleiben, es darf kein Abfall liegen bleiben oder weggeworfen werden, es wird nichts aus der Natur gegessen oder getrunken, vorsichtiger Umgang mit Stöcken und Steinen

Projektablauf Grundsätzlich bestimmen die Kinder den Ablauf des Projektes. Die Fach- Ergänzungskräfte nehmen die Wünsche der Kinder als Arbeitsgrundlage und geben z.B. folgende Impulse:

Wie riecht der Frühling / Sommer? Wir gehen  mit den Kindern auf eine Wiese und betrachten die Blumen um uns herum. Wir versuchen einmal zu zählen, wie viele Blumen auf der Wiese blühen. Welche Farben können wir entdecken, welche Farben kommen am häufigsten vor? Welche Blumen duften besonders stark? Welche duften wenig oder gar nicht? Welche Blühten riechen süß, würzig, mild…Gibt es auch Blumen, die stinken?  Die Kinder sind Grünsammler. Sie gehen auf die Suche nach grünen Sachen. Dabei entdecken Sie eine Geruchsnote für frisches Grün bei Gräsern… Tiere in unserer Natur Die Kinder gehen bewusst auf Tiersuche. Lernen wesentliche Merkmale kennen und benennen sie. So viele Bäume Die Kinder entdecken verschiedene Bäume. Wie heißt der Baum? Wir beschreiben die Blätter, den Baumstamm und die Form. Kleine Wetterkunde mit den Kindern Wir betrachten die Wolken am Himmel und versuchen die Wolken zu beschreiben: Sind sie eher dunkel oder weiß? Hängen die Wolken tief oder oben am Himmel? Wir besprechen die Form der Wolken. Wir lassen die Fantasie spielen, wer erkennt in der Wolke die Form eines Tieres, Riesen, Zwerges, eine Hexe…? Woher kommt der Wind? Weht er heute stark oder schwach? Woran kannst du erkennen, dass es bald regnen wird?  Kooperation mit Bund Naturschutz Bayern e.V. Wir nutzen das umweltpädagogische Projekt - Erlebnisführungen mit "Umwelt-Mobil" um spezielle Themen z.B. Der Wald voller Wasser, Der Wald voller Vielfalt, aufzugreifen. „HALT  DICH GESUND, HALT DICH FIT“ Grundsätzlich bestimmen die Kinder den Ablauf des Projektes. Die Fach- Ergänzungskräfte nehmen die Wünsche der Kinder als Arbeitsgrundlage und geben z.B. folgende Impulse:

Schon in jungen Jahren ist es wichtig, dass Kinder lernen auf ihren Körper zu achten. Wir bieten den Kindern, z.B. das Projekt Knaxiade an, wobei sie Freude und Spaß bei der aktiven Bewegung erfahren. In Zusammenarbeit mit einer Zahnärztin zeigen wir den Kindern die Wichtigkeit der Zahnpflege auf. Gesunde Ernährung ist ein Thema, welches im Bistro die tägliche Arbeitsgrundlage für die pädagogischen MItarbeiterInnen darstellt. An Hand der Ernährungspyramide analysieren die Kinder ihre mitgebrachte Brotzeit oder bereiten mit Unterstützung der Fach – Ergänzungskraft eine gesunde Brotzeit zu. Wir bieten den Kindern durch eine wöchentliche Lieferung vom Obsthändler frisches Obst und Gemüse zum probieren und genießen an.

„FORSCHERTAG“ Unser Kinderhaus ist offiziell ein "Haus der kleinen Forscher". Gerne bieten wir den Kindern zusätzlich einen Tag des intensiven Forschens an. An diesem Tag bieten wir den Kindern zu einem speziellen Thema, wie z.B. „Unser Körper“, „Hier wirken Kräfte“…verschiedene Experimente im ganzen Haus an. Abschließend erhalten die Kinder eine Urkunde als Anerkennung ihres Lerneifers und der Teilnahme am Forschertag.

„RAUSSCHMISS“ Vor den Sommerferien möchten wir uns mit einen „Rausschmiss“ liebevoll von den Vorschulkindern und von Kindern, die eine weiterführende Schule besuchen werden, verabschieden. Hierbei werden wir die Kinder im Eingangsbereich aus unserem Kinderhaus auf eine besondere Art und Weise „rausschmeißen“. Natürlich landen die Kinder auf einer weichen Matte, wobei die eine oder andere Überraschung auf sie wartet. Untermahlt wird das Abschiedsfest durch das Singen des Freundschaftsliedes aller Kinder und unserem eigenen Lied „Hört alle Kinder, wir schmeißen euch jetzt raus“. Der Elternbeirat kann das Fest mit einem anschließenden gemeinsamen gemütlichen Zusammensein unterstützen.

9. KOOPERATION UND VERNETZUNG

9.1. ZUSAMMENARBEIT MIT ELTERN

Bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder arbeiten Eltern und das pädagogische Personal partnerschaftlich zusammen. Eltern und Kinderhauspersonal bilden eine Partnerschaft in gegenseitiger Anerkennung und Achtung, um dem Kind eine anregende, begünstigende und unterstützende Zeit bieten zu können. Ein gutes Eltern-Erzieherinnen/Erzieher-Verhältnis wirkt positiv auf die Kinder und ermöglicht ihnen, sich im Kinderhaus sicher und geborgen zu fühlen.

FORMEN UNSERER ZUSAMMENARBEIT Informationen Tür- und Angelgespräche, , Aushänge, schriftliche Mitteilungen, Mitteilungsheft bei den Schulkindern, Kinderhauszeitungen, Projektbroschüren und Homepage, Elternbriefe, Elternabende, Einzel- und Entwicklungsgespräche u.v.m.

Elternabende, Elternsprechstunden Elternabende werden thematisch auf das Interesse der Eltern (Umfragen) und den Bedürfnissen der Einrichtung und des Kinderhausalltages (Organisationsfragen, Erziehungsthemen) ausgerichtet. Elternsprechstunden finden nach Absprache mit den einzelnen Eltern statt.

Elternmitwirkung Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit. Fragen Sie nach, bringen Sie Ideen, Hobbies oder Ihrem Beruf ein. Wir organisieren außerdem Feste für Familien, Ausflüge mit Eltern, Beratung in Erziehungsfragen und die Möglichkeit ehrenamtlicher Tätigkeiten.

Elternvertretung Die Elternvertretung ist das Gremium, um die Interessen aller Eltern, Kinder und des Kinderhauses zu bündeln und zu vertreten. - wird am Anfang des Kinderhausjahres gewählt - unterstützt aktiv das Kinderhauspersonal - trägt eigene Ideen der Leitung vor - trifft sich regelmäßig zu Sitzungen - vermittelt zwischen Eltern und Kinderhausteam - führen in Absprache mit der Leitung eigenständig Aktionen durch - vertritt unsere Einrichtung in der Öffentlichkeit

Die Aufgaben der Elternvertretung sind im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) festgelegt.

Elternbefragungen Jährlich finden schriftliche und auch mündliche Umfragen statt. Sie beziehen sich auf aktuelle oder grundsätzliche Fragen der Gestaltung und Organisation des Kinderhauses. Dies können z.B. Fragen nach den Öffnungszeiten, der Elternarbeit… sein.

Hospitation Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Einrichtung. Unsere Eltern können ihr eigenes Kind beobachten und erhalten einen Einblick in den Alltag unseres Kinderhauses.  Klare Hospitationsregeln werden im Vorfeld besprochen. Für Schüler, Praktikanten oder Erzieher aus anderen Einrichtungen ist eine Hospitation nur mit Anmeldung möglich.

9.2 ZUSAMMENARBEIT MIT INSTITUTIONEN

Das Wohl der Kinder und Familien ist uns sehr wichtig. Unsere pädagogische Arbeit soll durch zusätzliche Angebote sinnvoll unterstützt und ergänzt werden. Aus diesem Grund arbeiten wir standhaft mit unserem Träger - AWO, dem Jugendamt, der Kommune, dem AWO Ortsverband, Beratungsstellen, Veranstaltungsanbieter, der Nordschule, Arztpraxen, Logopäden, dem Gesundheitsamt, Ergotherapeuten,   öffentliche Einrichtungen, Fachdienste der Jugend – Familienhilfe, dem AWO Seniorenheim, der Berufsfachschule für Kinderpflege, der Fachakademie für Sozialpädagogik sowie der Sparkasse Nord zusammen.

10. PLANUNG

10.1. ZUKUNFTSPLANUNG

Unsere Eltern pflegen eine gute Zusammenarbeit, sind uns gegenüber offen, unterstützen uns und haben Kompetenzen, die unsere Arbeit mit den Kindern bereichert.  Elternzusammenarbeit ist uns wichtig, denn wir nutzen gern die Erfahrungen von Eltern. Wir laden unsere Eltern ein aktiv am Kinderhausleben teilzunehmen, mitzuwirken und unsere Arbeit dadurch zu vervollkommnen. Eine Fachkraft für Elternarbeit zur  Verfügung stellen und erhoffen uns dadurch eine noch belebtere und intensivere Elternzusammenarbeit.

 

 

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